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Thüringen in Hanfgestalt

10. September 2017
Läwitz, Zeulenroda-Triebes
Höhencheck auf dem Hanffeld: Dr. Hans-Georg Pröckl
Höhencheck auf dem Hanffeld: Dr. Hans-Georg Pröckl
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Zum inzwischen dritten Mal lädt die Pahren Agrar seit Anfang Juli in das Hanflabyrinth nach Läwitz ein. Nach dem Themenjahren Asien und Deutschlands Autobahnen steht dieses Mal Thüringen mit seinen Kreisgrenzen im Fokus. „Es hat mir gut gefallen, dass unser Thema zur aktuellen politischen Situation im Land passt“, sagt der Projektverantwortliche Dr. Hans-Georg Pröckl und lacht. Man beziehe sich dabei aber explizit auf den Status quo.

Noch muss der Hanf wachsen. Misst er derzeit eine Höhe von rund 90 bis 110 Zentimetern, sollte er zur Eröffnung des Labyrinthes circa 2,50 Meter erreicht haben. Die Wege in Form der Thüringer Kreisgrenzen hingegen sind bereits angelegt. „Wir bedienen uns dabei zwar GPS-gesteuerter Daten, aber grundsätzlich ist das schon eine kleine Kunst“, kommentiert Pröckl das Verfahren. Auf einer Fläche von insgesamt 4,5 Hektar seien sechs einzelne Routen mit einer Gesamtlänge von insgesamt 2,8 Kilometern angelegt worden.

Wie in den beiden vergangenen Jahren auch werden die Besucher des Hanflabyrinthes, dessen Eingang sich erneut an der Hanfaufbereitungsanlage der Pahren Agrar in Läwitz befindet, reichlich Informationen zu der Nutzpflanze finden. Auf verschiedenen Tafeln werden allgemeine und spezielle Fakten sowie Geschichten rund um den Hanf zu lesen sein. Aufmerksame Labyrinthgänger können sich zudem an einem Quiz beteiligen. Neu in diesem Jahr wird sein, dass die örtlichen Vereine – Feuerwehr, Fasching und Landfrauen – an ausgewählten Wochenende für die Versorgung der Besucher sorgen. An diesen Terminen, die auf der Internetseite der Pahren-Agrar noch konkret bekannt gegeben werden, soll es auch Spielmöglichkeiten für die kleinen Gäste geben. Zudem werden Hanfprodukte, etwa Bier, Schokolade, Öl, Brotaufstriche und Müsliriegel verkauft.

„Wir veranstalten das Hanflabyrinth einerseits, um damit den Tourismus in der Region zu befördern. Das Feld liegt ja unweit des Talsperrenwanderweges. Andererseits wollen wir den fast vergessenen Hanf wieder ins Bewusstsein der Menschen rücken und zeigen, wie wertvoll und vielseitig einsetzbar er ist“, erläutert Pröckl, der sich dankbar und erfreut zeigt, dass die Zeulenrodaer Rötlein-Regelschule im Rahmen des Projektes Schule-Wirtschaft erneut als Partner agiert. Wenn die Anlage ab voraussichtlich 8. Juli und bis Anfang September jeweils donnerstags von 15 bis 19 sowie samstags und sonntags von 13 bis 19 Uhr für Besucher geöffnet haben wird, dann sind es die Schüler, die den Einlass und die Betreuung der Besucher in Läwitz organisieren. Auch im Vorfeld, so Pröckl abschließend, seien die Neuntklässler bereits aktiv gewesen. So haben sie an der konzeptionellen Erarbeitung des Hanflabyrinthes mitgewirkt.

* Hinweis: Bei den Pflanzen handelt es sich um Nutzhanf.

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Autor: Katja Krahmer
aus Zeulenroda-Triebes
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