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"Wasserspiegel" - Finnischen Künstlerin Anna Kiiskinen stellt im Wasserkraftmuseum Ziegenrück aus

30. Juni 2012 um 10:00
Wasserkraftmuseum, 07924, Ziegenrück
Anna Kiiskinen zeigt ein Bild aus ihrer Serie "Am Steg".
Anna Kiiskinen zeigt ein Bild aus ihrer Serie "Am Steg".
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Ihre Bilder heißen Im Hafen, Am Kai, Birkensee, Surfing, Am Steg oder Badende und reflektieren alle ein Thema: Das Wasser. Geschaffen hat die Kunstwerke Anna Kiiskinen. Ihr wurde der Bezug zum Wasser quasi in die Wiege gelegt, denn die Künstlerin kommt aus Finnland, dem Land der Tausend Seen. Eine Auswahl ihrer Werke zeigt das Wasserkraftmuseum Ziegenrück derzeit in seiner aktuellen Sonderausstellung „Wasserspiegelungen“.

Anna Kiiskinen lebt seit fast 20 Jahren in München, wo sie an der Ludwig-Maximilians-Universität von 1993 bis 1999 Kunstpädagogik studierte. Seit zwölf Jahren arbeitet sie als freischaffende Künstlerin. In vielen ihrer Arbeiten thematisiert sie das Wasser. Dabei setzt sie fotografisch festgehaltene Motive malerisch um. Beispielsweise als Zeichnung oder als Acryl auf Baumwollgewebe. Wenn sie dann zwei unabhängige Ebenen übereinander gelegt hat, offenbaren sich dem Betrachter die Leichtigkeit und Schönheit der Szenen. Man meint, die Wellen an der Wasseroberfläche sich ausbreiten zu sehen oder die Möwen am Starnberger See würden gleich davon fliegen. Überhaupt die Möwen. „Sie sind meine absoluten Lieblingstiere“, schwärmt Anna Kiiskinen, die sich in den letzten drei Jahren künstlerisch nahezu ausschließlich mit diesen Wasservögeln beschäftigt hat. Aber auch grafisch Abstraktes entstand, wie ganz aktuell „Am Kai 2“. „Bei der Entstehung dieses Bildes habe ich intensiv Musik von The Cure gehört“, so die Finnin. Umso erstaunlicher ist die farbenfrohe Umsetzung des Themas.

Ihre Werke hat Anna Kiiskinen bereits in zahlreichen Ausstellungen gezeigt. Unter anderem in München, in London und natürlich in Finnland. Nun erstmals in Ziegenrück. Das Wasserkraftmuseum kann damit erstmals internationale Kunst präsentieren. Und bietet mit der Ausstellung zudem Kindern und Jugendlichen eine Plattform, sich dem Thema Wasser selbst kreativ zu nähern. „Schulklassen können sich bei uns melden und einen Workshop mit der Landesarbeitsgruppe Jugendkunstschulen Thüringen absolvieren“, lädt Museumchef Andreas Schmidt ein.

Anna Kiiskinen, die zur Ausstellungseröffnung erstmals in Thüringen weilte, ist von der Region, von Ziegenrück und seinem Wasserkraftmuseum hellauf begeistert. „Ich finde das überaus inspirierend hier“, sagt sie und versichert, im Juni wieder zu kommen. Vielleicht entsteht ja dann der eine oder andere „Wasserspiegel“ von der Saale!

Information: Die Ausstellung „Wasserspiegel“ ist bis zum 30. Juni 2012 im Wasserkraftmuseum Ziegenrück zu sehen. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr. Weitere Info: Telefon 036483-7606.

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Autor: Gerd Zeuner
aus Zeulenroda-Triebes
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