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Weihnachtsträume in Porzellan und Zinn

19. Januar 2014 um 13:00
Städtisches Museum , 07937, Zeulenroda-Triebes
Museumschefin Ute Arnold (l.) und Mitarbeiterin Ramona Rexheuser betrachten eine Schleifkanne, die 1680 in Altenburg gefertigt wurde.
Museumschefin Ute Arnold (l.) und Mitarbeiterin Ramona Rexheuser betrachten eine Schleifkanne, die 1680 in Altenburg gefertigt wurde.
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Auch in diesem Jahr präsentiert das Zeulenrodaer Museum Besuchern aller Altersgruppen wieder eine sehenswerte und interessante Weihnachtsausstellung. Gezeigt werden in den weihnachtlich geschmückten Ausstellungsräumen Spielzeuge aus Zinn, zierliches Geschirr in Puppenstuben aus der Gründerzeit sowie historische Zinnfiguren aus der Sammlung des Städtischen Museums: Die Götter des Olymp. Diese außergewöhnlichen Zinnfiguren des Graveur J.E. Fischer aus dem frühen 19. Jahrhundert zeigen in großer Typenvielfalt 20 Figuren der wichtigsten Göttergestalten der römischen Mythologie. Die Zinngießerei, einst ein bedeutendes Handwerk - es gab fast keinen Haushaltsgegenstand, der sich nicht zur Anfertigung in Zinn geeignet hätte - musste der neuen Geschirrfabrikation in Emaille, Aluminium und Stahl weichen.

Gebrauchsartikel aus Zinn (Krüge, Kerzenleuchter und dergleichen) erfahren jedoch heute große Wertschätzung. Nur mit einem Meister war im ersten Drittel des 18. Jahrhunderts das Gewerbe der Zinngießer in Zeulenroda ansässig geworden. Um 1770 sind im Ort zwar zwei Meister erwähnt, jedoch ernährte die Arbeit die Familien so schlecht, dass es als hiesiges Handwerk ausstarb. Die in der Ausstellung gezeigte Zinngießereiwerkstatt aus dem einstigen Sammlungsbestand des Museums ist eine Leihgabe des Stadtmuseums Gera und zeigt die wichtigsten zur Zinnbearbeitung gehörenden Formen, Werkzeuge und Geräte.

Seit 15 Jahren sammelt die Zeulenrodaerin Constanze Walther Puppenkinder aus aller Welt, die sie für einen weiteren Teil der Weihnachtsschau dem Museum zur Verfügung stellt. Mehr als 20 Sammlerpuppen, hauptsächlich aus Porzellan und lebensnah nachgestellt, sind in der Ausstellung ebenfalls zu bewundern.

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Autor: Gerd Zeuner
aus Zeulenroda-Triebes
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