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Wohl bekommt's – Trinkgefäße für den Gerstensaft im Wandel der Zeit

3. Mai 2015 um 09:00
Städtisches Museum , 07937, Zeulenroda-Triebes
Ute Arnold mit dem prächtigen Reservistenkrug des Gardisten Emil Kotte vom Königlich Sächsischen Garde-Regiment, Garnison Dresden, um 1910.
Ute Arnold mit dem prächtigen Reservistenkrug des Gardisten Emil Kotte vom Königlich Sächsischen Garde-Regiment, Garnison Dresden, um 1910.
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Es gibt ihn aus Keramik, Zinn oder Glas und es gibt ihn seit hunderten von Jahren: Den Bierkrug. Das Museum in Zeulenroda zeigt derzeit im Atrium des Hauses in einer kleinen, aber feinen Ausstellung die Kunst, Geschichte und Tradition dieses edlen Trinkgefäßes.

Zu sehen sind neben rund 100 Bierkrügen – der älteste stammt aus der Zeit um 1660 – auch Brauereischilder, historische Postkarten zum Thema und Fotos Zeulenrodaer Vereine aus den Anfangsjahren des vorigen Jahrhunderts. Hingucker in der Fotogalerie ist sicherlich das Bild mit den Honorationen der Stadt vor etwa 100 Jahren im Ausschank des Kolonialladens von Franziska Neundorf. Nach dem Vornamen der Inhaberin nannte sich die auch als "Montagswanderer" bekannte Gruppe augenzwinkernd die "Franziskaner".

Solche und ähnliche Geschichten erfahren die Besucher der Ausstellung anhand informativen Materials, das der Exposition beiliegt. Natürlich gibt es auch wissenschaftlich-historische Informationen zur Geschichte der Bierkrüge und es liegen auch Kataloge aus, anhand derer sich Museumsgäste über den Wert eigener Trinkgefäße informieren können. "Wir führen auf Wunsch auch anhand mitgebrachter Bierkrüge deren Wertbestimmung durch", bietet Museumsleiterin Ute Arnold an.

Die Ausstellung "Hopfen und Malz – Gott erhalt's! Kunst, Geschichte und Tradition in einem Bierkrug" ist bis zum 3. Mai 2015 im Atrium des Museums Zeulenroda zu sehen. Geöffnet hat das Museum dienstags, mittwochs und freitags von 9 bis 16 Uhr, donnerstags von 9 bis 18 Uhr und sonntags von 13 bis 16 Uhr.

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Autor: Gerd Zeuner
aus Zeulenroda-Triebes
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