"Gesichter Äthiopiens" im Museum für Gerberei und Stadtgeschichte Hirschberg

7. September 2011
10:00 Uhr
Gerbereimuseum, 07927, Hirschberg
Annett und Michael Rischer zeigen zwei große Fotocollagen zur Ausstellung.
  • Annett und Michael Rischer zeigen zwei große Fotocollagen zur Ausstellung.
  • hochgeladen von Gerd Zeuner

Was kommt dabei heraus, wenn ein Filmemacherehepaar gemeinsam Urlaub macht, nach Äthiopien fliegt und dort eine 4000 Kilometer lange Rundreise unternimmt? Natürlich ein Film – und dazu eine Fotosammlung. Der Film mit dem Titel „Äthiopien – Vom Dach Afrikas zum Rift Valley“ erschien auf DVD und die Ausstellung „Faces of Ethiopia“ ist derzeit im Hirschberger Museum für Gerberei und Stadtgeschichte zu sehen. Zumindestens eine Auswahl, denn insgesamt haben Annett und Michael Rischer für die Exposition einige Dutzend Fotografien ausgewählt, von denen sie bis Anfang Dezember Collagen und großformatige Bilder zeigen.

„Faces of Ethiopia“ heißt soviel wie „Gesichter Äthiopiens“ und vorwiegend Gesichter von Bewohnern des Ostafrikanischen Landes sind es auch, die von den Rischers fotografisch festgehalten wurden. „Die Menschen haben uns ungemein beeindruckt“, sagt Michael Rischer, der in Pausa eine Filmproduktionsfrma betreibt. „Uns hat vor allem die Ausstrahlung der Einwohner Äthiopiens fasziniert“, ergänzt seine Frau. Die Lebensumstände der Äthiopier sind äußerst archaisch und dennoch – oder gerade deshalb – brauchen die Menschen dort so wenig, um glücklich zu sein. „Das führt die Lebensweise vieler hochzivilisierter Mitteleuropäer beispielsweise mit ihrem Markenwahn oder ihrer Jagd nach Geld und Luxus ad absurdum“, sind sich Annett und Michael Rischer einig.

Ihre Expedition – denn „Urlaub“, wie eingangs erwähnt, war die Reise nicht wirklich – führte sie im vorigen Jahr nach Äthiopien. Das Land bot sich den Rischers als eines der ärmsten, aber auch beeindruckendsten Länder Afrikas dar: „Die Reise ist eine Exkursion zu den Wurzeln der Menschheit, in eine der ältesten Kulturen der Erde.“

Den Filmemachern begegneten die unterschiedlichsten Völker, sie lernten orthodoxe Christen in einzigartigen Felskirchen kennen und übernachteten bei Nomaden unter freiem Himmel. Natürlich erlebten sie auch Krokodile, Flusspferde und exotische Vogelarten in freier Wildbahn sowie beeindruckende Landschaften und Sehenswürdigkeiten. Doch vor allem die Menschen der unterschiedlichen Völkerstämme haben sie in Nahaufnahmen im Kontext mit ihrem Lebensraum porträtiert. In ihren Collagen erläutern Annett und Michael Rischer die Lebensumstände der Äthiopier und verbinden damit den optischen Reiz mit der emotionalen Ebene.

Die Fotoausstellung „Faces of Ethiopia“ war bereits in der Zeulenrodaer Badewelt „Waikiki“, in Pausa und im Städtischen Museum Zeulenroda zu sehen. Die Exposition ist Teil eines langjährigen Projektes, bei dem mehrere derartige Ausstellungen, dazu Reisefilme und letztendlich ein Bildband mit dem Titel „Faces of the World“ entstehen sollen. Ausstellungen und Filme über Vietnam, Kambodscha, Indien und Marokko sind bereits fertig beziehungsweise in Arbeit. Geplant haben die Pausaer noch Expeditionen nach Mali und zu den Pygmäen in den Urwald Kameruns.

Autor:

Gerd Zeuner aus Zeulenroda-Triebes

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