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Es wird heiß in Bernsgrün - Dreifache Jubiläumsfeier im August

19. August 2017 um 10:00
Bernsgrün, 07937, Zeulenroda-Triebes
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Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Am 18. und 19. August soll in Bernsgrün ganz groß gefeiert werden: 125 Jahre Löschwesen, 20 Jahre Jugendfeuerwehr und 20 Jahre Feuerwehrverein Bernsgrün e.V.
Nach der Festveranstaltung für geladene Gäste am Freitagabend sind Besucher aus nah und fern am Samstag ab 10 Uhr rund um das Feuerwehr- und Vereinshaus herzlichst eingeladen. Und die Veranstalter versprechen ein tolles Programm für jedermann. „Zum Fest wollen wir unsere Namen tanzen und singen und die Bürger mit eigenen Darbietungen erreichen. Es wird natürlich um den Brandschutz gehen und auch um die Maßnahmen der ersten Hilfe. So viel sei verraten: Es wird heiß!“, so Romy Anschütz, stellvertretende Vorsitzende des Feuerwehrvereins. So werden Haushaltsunfälle witzig inszeniert und ein Wohnzimmerbrand nachgestellt, die Jugendfeuerwehr präsentiert sich, das nostalgische Kettenkarussell dreht sich und beim lustigen Feuerwehrwettkampf unterstützt die „Privilegierte Schützengesellschaft 1734 zu Triptis e.V.“ die Siegerehrung mit Böllerschüssen. Für die musikalische Umrahmung sorgen am Nachmittag die Schalmeienkapelle Bernsgrün e.V. und abends zum eintrittsfreien Tanz mit Showprogramm und Feuerwerk die „Klostermänner“.

Doch vor dem Preis steht der Fleiß. So laufen die Vorbereitungen auf diese Jubiläen schon seit vielen Wochen auf Hochtouren. „Im Moment arbeiten wir an unserer eigenen kleinen Reise durch die Zeit und überarbeiten die Chronikaufzeichnungen über das Feuer- und Löschwesen in Bernsgrün mit dem Reiseziel: Jubiläumsfeier“, berichtet Romy Anschütz. Wenn Romy mit den Schriftrollen durchs Dorf zieht, ist Feuerwehrchronikzeit angesagt. Da die Chronik in Sütterlinschrift geschrieben ist, braucht die junge Kameradin die Hilfe der älteren Generation, die diese Schrift lesen und schreiben kann und davon Kenntnis hat. Hilfreich zur Seite standen ihr dabei Hanna Kaul, Renate Helm, Regina Söllner und Gertrud Morgner, die die im Volksmund auch „deutsche Schrift“ ins Hochdeutsche übersetzen halfen. 153 Seiten und Aufzeichnungen aus dem Zeitraum von 1924 bis 1945 wurden so seit April bearbeitet. Während Söllner und Morgner direkt in Anschütz Laptop diktierten, gaben Kaul und Helm alles handschriftlich weiter. „Es hat Spaß gemacht, und wir haben das gerne gemacht. Es waren sehr lustige Abschnitte dabei. Die Kameraden haben früher alle ihre Aktivitäten bis ins kleinste Detail aufgeschrieben. Es war interessant. Wir haben Neues entdeckt und erfahren. Aber es war auch aufwändig“, sprachen Kaul, Helm und Anschütz mit über 150 Stunden Zeitaufwand aus Erfahrung.
Die Feuerwehrchronik wird zum Fest ausliegen und für jeden einsehbar sein.

Fotos: von links: Hanna Kaul, Renate Helm und Romy Anschütz hatten die letzten Wochen viel zu tun, um die Chronik in deutscher Schrift ins Hochdeutsche verständlich zu übersetzen.

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Autor: Gabriele Wetzel
aus Zeulenroda-Triebes
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