Mein Museum: Knopf- und Regionalmuseum Schmölln
Aufgespießt und zugeknöpft

Der Museumsknopf aus Steinnuss - ein beliebtes Souvenir.
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  • Der Museumsknopf aus Steinnuss - ein beliebtes Souvenir.
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Die Geschichte der Knopfproduktion, aber auch die Tradition der Mutzbraten-Herstellung widmet sich das Knopf- und Regionalmuseum in Schmölln.

Was gibt es Musehenswertes?
Wir rücken in unserem Museum Schmölln als Knopfstadt ins Zentrum mit Maschinen und Knöpfen in vielen Farben und aus unterschiedlichsten Materialien. Ende des 19. Jahrhunderts waren in unserem Städtchen 29 Knopfhersteller ansässig: vom Industriebetrieb bis zur Manufaktur. Schmöllner Knöpfe waren weltweit bekannt.
Bis 1992 wurden hier Knöpfe produziert. Nur noch zwei Unternehmen sind heute
übrig geblieben: eine Fabrik im Ortsteil Nitzschka, die Rohlinge für die Knopfproduktion herstellt, und ein Familienbetrieb, der ausschließlich Knöpfe und Accessoires aus Hirschhorn produziert.
Als Regionalmuseum widmen wir uns auch dem für Schmölln typischen Mutzbraten. Diese Spezialität haben Fleischer aus der Region entwickelt. Für einen
Mutzbraten werden 250 Gramm Schweinefleisch in Stücken mit Salz, Pfeffer und
Majoran gewürzt und dann aufgespießt. Etwa zwei Stunden werden die rotierenden Fleischspieße im Birkenholzrauch gegart. Der Mutzbraten gehört bei uns zu jedem Familienfest dazu. Deshalb widmen wir ihm einen eigenen Museumsraum mit allerlei Arbeitsutensilien, die der Fleischer für diese Spezialität benötigt.
Wir führen außerdem durch die Stadtgeschichte und zeigen unseren Besuchern im
Bauernzimmer, wie die Menschen früher in der Region gelebt haben.

Ihr liebstes Stück:
Mein Lieblingsstück ist ein Bild von Knopffabrikant Hermann Donath. Geschaffen
hat es Michael Voigt allein aus Knöpfen. Donath, ursprünglich Perlmuttknopf-Drechsler, legte mit seiner 1865 eröffneten Knopffabrik den Grundstein für die Schmöllner Knopfindustrie. Er nutzte den Samen der Steinnuss-Palme als Rohstoff für seine Knöpfe. Steinnüsse werden auch als pflanzliches Elfenbein bezeichnet, denn bearbeitet glänzen die Knöpfe wie richtiges Elfenbein, können aber auch eingefärbt werden. Steinnüsse waren eine preiswerte Alternative zu Perlmutt.

Woran führt kein Weg vorbei?
Wir zeigen eine Steinnuss aus dem 19. Jahrhundert. Sie ist die Frucht der
Tagua-Palme. Aus ihr wurden in Schmölln Knöpfe produziert. Die Steinnüsse kamen aus Südamerika nach Europa. Bis dienten Segelschiffen auf ihrer Heimreise als Ballast.

Museum zum Anfassen:
Jedes Jahr am 3. Oktober beteiligen wir uns am bundesweiten Türöffner-Tag für
Kinder. Die kleinen Besucher haben kostenlosen Eintritt ins Museum. Sie können
die Geschichte der Knöpfe nacherleben und später mit Knöpfen basteln. Als Gast
erwarten wir immer auch die Schmöllner Knopfprinzessin.

Sind auch Kinder museumsreif?
Wir bieten auf Wunsch spezielle Führungen für Kindergartenkinder und Schüler
an. Dafür öffnen wir das Museum nach Voranmeldung auch außerhalb der regulären Zeiten.

Museums-Rundgang:
Ein- bis eineinhalb Stunden sollte man einplanen.

Museum zum Mitnehmen:
An der Museumskasse liegen Flyer über unser Museum aus. Wir bieten auch
Einkaufswagenchips in Knopfform an. Das Schmöllner Maskottchen „Knöpfchen“ als Plüschtier und ein Skatspiel mit Schmöllner Stadtansichten gehören ebenso zu
unserem Angebot. Ein beliebtes Souvenir ist zudem unser Museumsknopf, natürlich aus echter Steinnuss gefertigt.

Das muss noch gesagt werden:
Im Haus befindet sich eine Museumsschänke, die donnerstags bis sonntags
geöffnet hat. Zu unserem Museum selbst gehört seit 2005 ein zweites Gebäude in
der Ronneburger Straße 90. In einer ehemaligen Turnhalle zeigen wir Knopf- und
Knopfbearbeitungsmaschinen aus dem 19. und 20. Jahrhundert, wie sie in Schmölln früher eingesetzt worden sind. Auch die Herstellung von Zahnbürsten und Handwaschbürsten können Besucher in dem separaten Gebäude nachvollziehen.

Museum im Netz:
www.schmoelln.de

Zur Sache

+ Knopf- und Regionalmuseum, Sprottenanger 2, 04626 Schmölln
+ Öffnungszeiten: Freitag, 13 bis 16 Uhr; Samstag, 13 bis 18 Uhr; Sonntag, 13 bis
16 Uhr
Individuelle Besichtigungen können auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten
über die Mitarbeiterinnen des Bürgerservices unter Tel. 034491 76-0 oder 76-121
vereinbart werden.
+ Kontakt
Tel. 034491/76260, E-Mail: stadtverwaltung@schmoelln.de

Autor:

Simone Schulter aus Weimar

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