Töpfermeister arbeitet mit spezieller Glasur. Zu sehen auf dem dem Weimarer Töpfermarkt am 1. und 2. September.
Bei Ludwig Laser trifft Keramik auf Kristall

Ludwig Laser, 1960 in Plauen geboren, lebt seit 1990 auf einem Hof nahe Berga/Elster. Dort kam man ihn in seiner keramischen Werkstatt besuchen. Zudem widmet sich Laser, Mitglied im Verband Bildender Künstler Thüringen, der Malerei und Grafik.
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  • Ludwig Laser, 1960 in Plauen geboren, lebt seit 1990 auf einem Hof nahe Berga/Elster. Dort kam man ihn in seiner keramischen Werkstatt besuchen. Zudem widmet sich Laser, Mitglied im Verband Bildender Künstler Thüringen, der Malerei und Grafik.
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Töpfermeister Ludwig Laser aus Ostthüringen arbeitet mit einer speziellen Glasur, die weltweit nur etwa 300 Kunsthandwerker beherrschen. Zu sehen auch auf dem Weimarer Töpfermarkt am 1. und 2. September.

Fünf bis sechs Stunden misst das Zeitfenster und alles ist möglich. Ludwig Laser lässt geschehen, wozu die Physik geneigt ist. Ein kleines Quarzkorn reicht als Keim aus, um in der Zinksilikatglasur bis zu handtellergroße Kristalle wachsen zu lassen. Sie zieren Ludwig Lasers Keramik.

„Solche Kristallglasuren sind relativ selten zu finden“, erklärt der Töpfermeister aus Obergeißendorf im Landkreis Greiz. Nur 250 bis 300 Handwerker beherrschen weltweit diese Technik. „Man muss eine komplizierte Brennkurve beachten“, versucht sich der Vogtländer an einer Erklärung. „Die Produktion ist deshalb sehr fehleranfällig.“

Doch Laser verfügt über ausreichend Geschick und Handfertigkeit, um seine Keramiken mit der speziellen Glasur hauchdünn zu überziehen, damit später im Brennofen durch ein Spiel mit hoher und reduzierter Temperatur Kristalle als besondere Oberflächeneffekte entstehen.

Ich wollte als Künstler starten, bin im Handwerk gestandet und nun wieder in der Kunst angekommen.
Ludwig Laser

Vor allem bei großen, oftmals doppelwandigen Deko-Objekten, Vasen, Schalen und Tellern wendet Laser diese Technik an. Er fand durch sie zurück zu seinem ursprünglichen Berufswunsch. „Eigentlich wollte ich Kunst studieren.“ Weil er seinen Wehrdienst zu DDR-Zeiten nicht auf die geforderten drei Jahre ausweiten wollte, wurde daraus nichts. Als Hilfsarbeiter, Lehrling und Geselle hat er sich später im Brandenburgischen der Keramik zugewandt und – wieder zurück im Vogtland – zu seinen Ursprüngen zurückgefunden. Obwohl noch immer Gebrauchskeramik in seiner Töpferwerkstatt entsteht, erklärt Laser: „Viele meiner Arbeiten sind mehr Kunst als Handwerk.“ Das zeigt sich auch an der Präsentation seiner Arbeiten. Auf dem heimischen Hof in der Scheune hat er seine Galerie eingerichtet. Hier lädt er auch zu wechselnden Ausstellungen befreundeter Künstler ein.

Auf Märkten ist Ludwig Laser hingegen relativ selten anzutreffen. „An fünf bis sechs nehme ich pro Jahr teil.“ Zu den festen Terminen zählt auch der Thüringer Innungsmarkt, der jährlich am 1. Septemberwochenende in Weimar abgehalten wird. Die Innung ist für uns ein wichtiger Interessenvertreter“, erklärt Laser. „Wir sind wie eine Familie.“ Darum will er das Familienfest auch nicht verpassen.

Termin

Ludwig Laser und viele seiner Innungskollegen sowie Gäste beteiligen sich am 1. und 2. September am Weimarer Töpfermarkt, der von der Thüringer Töpferinnung organisiert wird. Geöffnet ist Samstag 10 bis 18 Uhr, Sonntag 10 bis 17 Uhr Das Angebot auf dem Markt zeigt neben künstlerischen Unikaten und aufwändigen Wohnaccessoires auch die typischen Gebrauchskeramiken sowohl im klassischen als auch modernen Design. Günther Meißner aus Sachsen wird die Töpferscheiben drehen lassen. Wie jedes Jahr findet die Spendenaktion „Töpfern für einen guten Zweck in Weimar“ statt. Dieses Jahr geht die Spende an den Förderverein Internationales Keramiksymposium Römhild. KASTEN+

Kontakt

Ludwig Lasers keramische Werkstatt befindet sich in Obergreißendorf zwischen Gera und Greiz auf einem Fachwerkhof. In einer Scheunengalerie sind seine Werke – neben Keramik auch Malerei, Grafik und Schmuck – ausgestellt. Bis Mitte September sind zudem Fotos von Hans-Joachim Hirsch zu sehen.

Ludwig Laser, 1960 in Plauen geboren, lebt seit 1990 auf einem Hof nahe Berga/Elster. Dort kam man ihn in seiner keramischen Werkstatt besuchen. Zudem widmet sich Laser, Mitglied im Verband Bildender Künstler Thüringen, der Malerei und Grafik.
Ludwig Laser in seiner Galerie auf einem alten Bauerndorf in Obergeißendorf.
Autor:

Simone Schulter aus Weimar

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