Denkmalschutzpreis des Landkreises Greiz 2015 – Viermal Ehrung für persönliches Engagement

Die Preisträger des Denkmalschutzpreises 2015 des Landkreises Greiz
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  • Die Preisträger des Denkmalschutzpreises 2015 des Landkreises Greiz
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Am 13. September 2015 steht der Tag des offenen Denkmals unter den Rubriken Handwerk, Technik, Industrie. In diesem Zusammenhang wird seit über zehn Jahren der Denkmalschutzpreis vom Landratsamt Greiz in Zusammenarbeit mit dem Denkmalbeirat des Kreises verliehen. In diesem Jahr fanden diese Eröffnungsveranstaltung und die feierliche Verleihung des Denkmalschutzpreises 2015 im Schaubergwerk des Bergbauvereins Ronneburg e.V. statt.

Heinz Klügel, 1. Beigeordneter des Landkreises Greiz, sprach über die Bedeutung des Denkmaltages und wünscht allen Organisatoren am Sonntag zahlreiche interessante Gäste, viele Erlebnisse und befruchtende Gespräche: "Der Besuch eines Kulturdenkmals lohnt sich in jedem Fall." In vier Laudatio wurden die ausgezeichneten Denkmale vorgestellt.

Die Villa Otto Albert Jun. in Greiz, Rudolf Breitscheid Straße 10 wird seit 2013 von Thomas Czerwinski für den Firmensitz seines IT-Unternehmens genutzt. Das Ziel, die Räume möglichst originaltreu wiederherzustellen konnte der Jungunternehmer in nur einem Jahr Bauzeit erreichen. Die finanziellen Mittel stammen fast ausschließlich aus privater Hand gepaart mit viel Engagement und Organisationstalent. So konnte die Villa in Form der Ausstrahlung historischer Architektur und Innenarchitektur für sein modernes IT-Unternehmen wiederbelebt werden und ist zum Tag des offenen Denkmals zu besichtigen.

Einen Preis erhält die "Interessengemeinschaft Oschütztal-Viadukt Weida e.V." für die Bewahrung und Erhaltung des Denkmals "Oschütz-Viadukt Weida. Die sogenannte Pendelstützenbrücke ist 185m lang und bis zu 28 Meter hoch und wurde 1884 nach acht Monaten Bauzeit ihrer Bestimmung übergeben. Der Verein hat sich seit einigen Jahren dem Baudenkmal angenommen, das seit Stilllegen der Bahnlinie Weida-Mehlteuer von der Deutschen Bahn nicht mehr genutzt wird. Mit einem Mietvertrag haben die ehrenamtlichen Helfer Rechtssicherheit für die Sanierungs- und Erhaltungsarbeiten erlangt.

Die Kirche in Örtchen Forstwolfersdorf in der Nähe von Niederpöllnitz liegt in der Dorfmitte, umgeben von traditionellen Hofanlagen und eingefasst von einem gepflegten Friedhof inmitten einer ungestörten Dorflandschaft. Dass die Trampeli-Orgel in diesem Gotteshaus wieder erklingen kann, ist der Initiative von Gemeindepfarrer Andreas Fritsch zu verdanken. In enger Zusammenarbeit mit den Gemeindemitgliedern wird seit 2011 an der umfassenden Restaurierung des Instrumentes gearbeitet. Insgesamt 36 Tausend Euro mussten investiert werden. Zwei Drittel kamen von der staatlichen Denkmalpflege des Freistaates Thüringen. Die beachtliche Summe von einem Drittel brachten die Forstwolfendorfer mit Eigenmitteln auf. Seit 2013 strahlt die Orgel Johann Gottlob Trampelis nach über 100 Jahren Beeinträchtigung wieder im "königlichen Klang".

Den vierten Preis erhält Susann Schmidt für ihr Engagement, für das Leben und Arbeiten im Rittergut Endschütz. Seit 2003 hat die Besitzerin des Vierseitenhofes die Substanz des vollständig unter Denkmalschutz stehenden Ensembles saniert und zu neuem Leben erweckt. Der Verein und Susann Schmidt sind unermüdlich dabei, Haupthaus und Nebengebäude zu erhalten sowie Hof und Garten ideenreich zu gestalten und das Rittergut lebendig zu erhalten. Man spürt in jedem Raum, ob Diele, Kaminzimmer, Ritterzimmer, Schlafzimmer und Küche, die Eigentümerin fühlt sich verwoben mit ihrem Gut. Sie selbst bekennt: "Ich beschütze das Haus, und das Haus beschützt mich." Das Rittergut erwartet die Besucher am Tag des offenen Denkmals mit einem Hoffest.

Musikalisch umrahmt wurde die Preisübergabe von den "Ronneburger Turmbläsern" unter Leitung von Kantor Thomas Leich.

Einladung zum Besuch der ausgezeichneten Denkmale am 13. September 2015:

Rittergut Endschütz, Endschütz 1, 07570 Endschütz
Oschütztal-Viadukt Weida, Ortseingang
Villa Otto Albert, Jun., Rudolf-Breitscheid-Str. 10, 07973 Greiz
Forstwolfersdorf, Kirche, Trampeli-Orgel, 07570 Harth-Pöllnitz

Autor:

Wolfgang Hesse aus Gera

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