Kunst & Kultur
Fakten, Zahlen, Kunst - Maler Andreas Martius aus Neustadt gelangte über Umwege zum Traumberuf

Andreas Martius mit einer Auswahl seiner Bilder.
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  • Andreas Martius mit einer Auswahl seiner Bilder.
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Der Neustädter Maler Andreas Martius hat sich auf keine Kunstrichtung festgelegt. Aber wenn er Umweltsünden anprangert, dann sollen die Menschen das erkennen.

Urgroßvater Porzellanmaler, Großvater und Vater Holzbildhauer: Kunst und Gestaltung liegen dem Neustädter Andreas Martius, Jahrgang 1950, im Blut. Dennoch wurde er nach dem Abitur erst einmal Lehrer für Mathe und Physik. Heute lebt und arbeitet der Maler und Bildhauer in Arnshaugk, einer ehemaligen Burganlage unweit von Neustadt an der Orla. Zum Malen zieht sich Andreas Martius aber gern in sein Atelier in die Stadt zurück. AA-Redakteurin Jana Scheiding hat den Künstler dort besucht.

Kunst und Ästhetik wurden Ihnen in die Wiege gelegt – weshalb der Umweg übers Lehramt?
In der DDR wurde das private Handwerk nicht gefördert. Andererseits wurden Lehrer gesucht. Es gab eine große Auswahl an Studienplätzen. Deshalb entschied ich mich für diesen Weg. Gemalt habe ich aber immer nebenbei.

Später studierten Sie noch Innenarchitektur. ­Bedingen Mathematik, Malen und Architektur einander?
Sicherlich gibt es ­Beziehungen zwischen den Fach­ge­bieten. Als Architekt muss man zeichnen können. Aber dass sie einander ­bedingen, würde ich nicht ­ sagen. Bei mir fallen diese Dinge zufällig zusammen. Ich habe 14 Jahre als Lehrer gearbeitet. Irgendwann musste ich mich entscheiden und gab dem Handwerk den Vorzug.

War es die richtige ­Entscheidung?
Nach der Wende kamen Zweifel auf. In der DDR gab es einen großen Bedarf an ­kunsthandwerklichen ­Produkten, plötzlich ­herrschte ein Überangebot.Um bessere Chancen zu ­haben, studierte ich ­Innenarchitektur in Zürich. Und heute ist alles gut, wie es ist.

Welcher Kunstrichtung lassen sich Ihre Bilder ­zuordnen?
Da bin ich überhaupt nicht festgelegt. Mir liegen die gegenständliche und die abstrakte Malerei. Wichtig ist, dass meine Bilder eine Aussage vermitteln. Wenn ich zum Beispiel Umweltsünden anprangere, sollen das die Menschen auch erkennen.

Wie inspirieren Sie sich?
Entscheidende Impulse erhielt ich in Afrika. 1994 hielt ich mich einige Monate in Uganda auf. Ich sah neue Landschaften und Motive, erlebte neues Licht – das alles gab mir viele Anregungen.

Zur Sache:
Nach Absprache kann man Andreas Martius‘ Bilder in seinem Atelier in der Friedhofstraße 16 in Neustadt / Orla in Augenschein nehmen.
Kontakt:  03 64 81/5 26 61

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