Rübezahl-CD auf Longlist für Preis der Deutschen Schallplattenkritik

Theater&Philharmonie Thüringen
 RÜBEZAHL
Oper von Hans Sommer
Hans-Georg Priese (Wido) rechts
Magnus Piontek (Rübezahl, zumeist als der Sackpfeifer Ruprecht Zagel)
  • Theater&Philharmonie Thüringen
    RÜBEZAHL
    Oper von Hans Sommer
    Hans-Georg Priese (Wido) rechts
    Magnus Piontek (Rübezahl, zumeist als der Sackpfeifer Ruprecht Zagel)
  • Foto: Sabina Sabovic
  • hochgeladen von Evelyn Böhme-Pock

In der Reihe Opernwiederentdeckungen des 20. Jahrhunderts brachte Theater&Philharmonie Thüringen Hans Sommers phantastisch-romantische Oper „Rübezahl und der Sackpfeifer von Neiße“ erstmals seit 1906 wieder zur Aufführung. Die vielbeachtete Premiere war am 18. März 2016 in Gera. Die bei PAN CLASSICS erschienene Aufnahme der Oper auf drei CDs im Schuber hat es auf die aktuelle Longlist für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik geschafft, die jetzt vorgestellt wurde. Insgesamt haben 155 Juroren aus 32 Fachjurys 256 Neuerscheinungen von Tonträgern aus dem letzten Quartal für die Auswahl der zweiten Bestenliste 2017 vorgeschlagen. Die Veröffentlichung der Bestenliste ist am 16. Mai.
Der „Preis der deutschen Schallplattenkritik" wurde in seiner jetzigen Form im Jahr 1980 von einer Gruppe von Schallplattenkritikern gegründet, die sich im Dezember 1988 zu einem unabhängigen eingetragenen Verein zusammenschlossen. Auszeichnungen wie der „Preis der deutschen Schallplattenkritik" geben eine qualitative Orientierung auf einem Musikmarkt, der bei zehntausenden Neuerscheinungen pro Jahr immer unübersichtlicher wird.

Die CD ist zum Preis von 24,- € im Besucherservice von Theater&Philharmonie Thüringen und im Fachhandel erhältlich.

Die Oper handelt von der Kraft der Liebe, der Macht der Musik und der zivilisatorischen Bedeutung von Kunst, insbesondere der Malerei und der Musik. Die Aufnahme entstand im Konzertsaal der Bühnen der Stadt Gera. Die musikalische Leitung hat Generalmusikdirektor Laurent Wagner. Es spielt das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera. In den Partien: Magnus Piontek (Rübezahl), Johannes Beck (Buko), Anne Preuß (Gertrud), Hans-Georg Priese (Wido), Merja Mäkelä (Brigitte), Jueun Jeon (Bernhard Kraft), Alexander Vogt (Ein Diener Bukos/Hieronymus Stäblein), Xiangnan Xao (Wachthabender der Vogtei), Kai Wefer (Otto Kettner/Totengräber), Andreas Veit (Joachim).
Der Opernchor singt in der Einstudierung von Holger Krause.
Das informative Booklet von Chefdramaturg Felix Eckerle enthält das Libretto von Eberhard König.

Hans Sommer (1837-1922) war einer der bedeutendsten deutschen Komponisten und Musikfunktionäre des Fin de Siècle. Er war Vorsitzender der Genossenschaft Deutscher Komponisten, Mitglied der Akademie der Künste zu Berlin sowie Mitbegründer der ersten deutschen Verwertungsgesellschaft (AFMA, heute GEMA).
Bevor er als Komponist bekannt wurde, war er als Professor für Mathematik und Physik am Braunschweiger Polytechnikum tätig. Nebenher studierte er privat Musik, u. a. als Schüler von Franz Liszt in Weimar. 1875 begegnete er Richard und Cosima Wagner; ein Jahr später war er deren Gast bei den ersten Bayreuther Festspielen.
Sommer komponierte zahlreiche Klavier- und Orchesterlieder sowie insgesamt zehn Opern. „Rübezahl und der Sackpfeifer von Neiße“ wurde 1904 in Braunschweig mit großem Erfolg uraufgeführt und kam ein Jahr später – unter dem Dirigat von Richard Strauss, mit dem ihn eine enge Freundschaft verband – in Berlin zur Aufführung.

Liebe zu einer Frau oder Loyalität gegenüber den Menschen, die ihn zu ihrem Anführer im Freiheitskampf gegen den Tyrannen erkoren haben – das ist das Dilemma, in welchem sich der junge Maler Wido befindet. Denn Widos Geliebte Gertrud ist ausgerechnet die Ziehtochter des Vogtes Buko, der die Bevölkerung der Stadt Neiße am Fuße des Riesengebirges grausam unterdrückt, ausbeutet und dabei auch noch verspottet. In seiner Verzweiflung ruft Wido den sagenumwobenen Berggeist Rübezahl herbei, der auch prompt erscheint. Bald nimmt Rübezahl die Gestalt eines Dudelsackpfeifers an, der als einfacher Musikant daher kommt und doch manches durcheinander bringt. Rübezahl, eine Sagengestalt aus dem Riesengebirge, fasziniert seit der Renaissance. Mal bringt er Menschen vom rechten Weg ab, mal tritt er als ihr Beschützer auf. Oft nimmt er die Gestalt anderer an, treibt seinen Schabernack und greift in die Geschicke ein.

Mehr unter: www.tpthueringen.de

Autor:

Evelyn Böhme-Pock aus Gera

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