Wasserschloss Tinz öffnet heute zum Tag des offenen Denkmals
Stuck küsst Moderne

Dezente Farben und eine Stuckdecke: Die Bibliothek der Dualen Hochschule im Wasserschloss Tinz bietet eine angenehme Arbeitsatmosphäre, meinen Professor Jürgen Müller und Bibliotheksleiterin Katja Löbel.
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  • Dezente Farben und eine Stuckdecke: Die Bibliothek der Dualen Hochschule im Wasserschloss Tinz bietet eine angenehme Arbeitsatmosphäre, meinen Professor Jürgen Müller und Bibliotheksleiterin Katja Löbel.
  • hochgeladen von Simone Schulter

Das Farbkonzept könnte einem modernen Einrichtungsmagazin entstammen: helle Farben im dezenten Grau. Doch schaut der Besucher nach oben, blickt er auf eine stuckverzierte Decke mit Rokoko-Elementen. Im Wasserschloss Tinz trifft Neues auf Altes und bewirkt eine besondere, nicht geahnte Harmonie.

Diese weiß auch Katja Löbel zu schätzen. Sie fühlt sich sichtlich wohl im ehemals gräflichen Anwesen, das Anfang der 2000er-Jahren der Dualen Hochschule Gera-Eisenach zugeschlagen wurde und nach einer umfangreichen, doch behutsamen Sanierung seit April dieses Jahres unter anderem die Hochschulbibliothek beherbergt. „Die Räumlichkeiten sind viel einladender als im bisherigen im ehemaligen Wehrersatzamt“, erklärt die Bibo-Leiterin. Zudem konnten alle Arbeitsplätze mit einem Computer ausgestattet werden, bieten in Nischen ausreichend Arbeitsruhe.

Neben der 25000 Medieneinheiten umfassenden Bibliothek haben auch der Präsident und die Kanzlerin hier ihre neuen Büros gefunden. „Schön ist es, dass mit der Inbetriebnahme des Schlosses auch zwei neue Seminargebäude hinzugekommen sind“, freut sich Professor Jürgen Müller. Diese lindern ein Platzproblem, mit dem die Hochschule aus positivem Grund zu kämpfen hat. Im kommenden Wintersemester wird sie mit etwa 330 Erstsemestlern in 13 Studienrichtungen einen neuen Rekord aufstellen. Die Nachfrage nach einem dualen Studium wird immer größer. Unternehmen versuchen mit der praxisorientierten Studienform dringen benötigte Fachkräfte zu generieren.

Doch bevor die Studienanfänger starten und die gut 400 Studenten der 2. und 3. Studienjahre wieder einsteigen, werden die Türen des Wasserschlosses für Interessierte geöffnet. Zum Tag des offenen Denkmals können sie viel über die Geschichte des Hauses erfahren, sich über die jetzigen Nutzung informieren und den reiz zwischen Alt und Neu auf sich wirken lassen.

Daten / Fakten

+ 1745 begann auf Geheiß von Graf Heinrich XXV. Reuß jüngere Linie der Bau des Wasserschlosses Tinz im Stil der damals üblichen Lustschlösser.
+ Es wurde bis 1918 überwiegend als Sommerresidenz und Witwensitz genutzt.
+ Später diente das Schloss während zweier Weltkriege als Lazarett.
+ In den 1920er-Jahren war eine sozialistische Heimvolkshochschule, danach ein Reichsarbeitsdienstlager untergebracht. Ab 1945 nutzte man das Gebäude unter anderem als SED-Kreisparteischule.

Termin

Führung durch das Wasserschloss und über den Hochschulcampus zum Tag des offenen Denkmals am 9. September um 13.30 und 15 Uhr. Geöffnet ist das Gebäude von 13 bis 16 Uhr.

Autor:

Simone Schulter aus Weimar

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