Third Mission der Dualen Hochschule Gera-Eisenach: Kooperationsvereinbarung mit dem Museum für Naturkunde Gera geschlossen
Third Mission der Dualen Hochschule Gera-Eisenach: Kooperationsvereinbarung mit dem Museum für Naturkunde Gera geschlossen

Prof. Burkhard Utecht (re.) sowie Dr. Thomas Hoppe (li.) unterzeichnen eine Kooperationsvereinbarung.
  • Prof. Burkhard Utecht (re.) sowie Dr. Thomas Hoppe (li.) unterzeichnen eine Kooperationsvereinbarung.

  • Foto: Foto: Frank Hrouda / Museum für Naturkunde Gera
  • hochgeladen von Frank Hrouda

Die Schätze des Museums für Naturkunde Gera werden derzeit in verschiedenen Verzeichnissen und Datenbanken geführt. Es war an der Zeit, die Digitalisierung der Sammlungsobjekte vorzunehmen. Der Leiter des Museums, Dr. Thomas Hoppe, sprach die Duale Hochschule Gera-Eisenach an, ob der starke Informatik-Bereich der Hochschule – ca. 270 Studierende sind derzeit in drei informatischen Studienrichtungen eingeschrieben – Unterstützung geben könnte. Im Rahmen einer Studienarbeit entwickelten die Studenten der Studienrichtung Praktische Informatik Florian Drechsel, Fabian Maier und Daniel Neupert die Grundlagen für eine Inventarverwaltung der Objekte des Museums für Naturkunde. Betreut wurden die Studenten von Prof. Jürgen Müller (DHGE) sowie der IT-Abteilung der Stadt Gera. Diese Inventarverwaltung soll in den nächsten Jahren ausgebaut werden, um die vielfältigen Sammlungsobjekte des Museums auch digital verfügbar zu machen.

Mit diesem Projekt zeigt die Geraer Hochschule erneut, was Stadt und Land neben Forschung und Lehre von ihr hat. Die öffentlichen Ringvorlesungen oder Veranstaltungen der Kinder-Uni ziehen jedes Jahr Zuhörer aus der Stadt Gera und dem Umland an. Wissenschaftler der DHGE haben das Science Castle Osterburg (Weida) initiiert und gestalten jährlich die Jahresausstellung zu naturwissenschaftlich-technischen Themen.
Mit diesen Aktivitäten schließt die DHGE sowohl an die traditionellen Hochschulfunktionen an, überschreitet diese aber auch in Richtung gesellschaftsrelevanten Engagements. Dafür gibt es ein Schlagwort: „Third Mission“. Darunter werden Aktivitäten gefasst, die Hochschulen für ihre jeweilige Region erbringen. „Third Mission“ erweitert die erste und zweite Mission von Hochschulen, also Lehre und Forschung, um eine dritte. Forschungsprojekte mit örtlichen Unternehmen fallen ebenso darunter wie auch sogenannte Service-Learning-Projekte, in denen Studierende ihr Wissen praktisch bei Einrichtungen wie dem Naturkundemuseum anwenden und so einen sozialen Mehrwert schaffen.

Die Unterstützung von Einrichtungen der Stadt gehört zu genau diesen Transferaktivitäten; eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem Museum für Naturkunde Gera und der DHGE soll die Verbindung zwischen diesen beiden Bildungs- und Forschungseinrichtungen der Stadt Gera künftig vertiefen. Der Präsident der Dualen Hochschule, Prof. Burkhard Utecht sowie Dr. Hoppe als Repräsentant des Museums unterzeichneten daher eine Kooperationsvereinbarung, die neben dem jährlichen Austausch zwischen beiden Einrichtungen auch das aktive Bewerben von Veranstaltungen und Vorträgen sowie die gegenseitige Unterstützung bei der Gestaltung von Ausstellungen und Veranstaltungen beinhaltet. Die Unterzeichnung erfolgte im Rahmen der Eröffnung der Bionik-Ausstellung im Museum für Naturkunde, einem weiteren Third-Mission-Projekt der Dualen Hochschule.
Während der Geraer Museumsnacht am 30. August 2019 gibt es übrigens die Gelegenheit, Experimente zur Bionik live zu erleben, gemeinsam durchgeführt von Mitarbeitern des Museums und der DHGE.

Autor:

Frank Hrouda aus Gera

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