Vortrag von Kurator Dr. Paul Kaiser in der Ausstellung „Schaffens(t)räume Atelierbilder und Künstlermythen in der ostdeutschen Kunst“ in Gera

Dr. Paul Kaiser vor dem Werk von Siegfried Klotz (1939 Oberschlema/Erzgebirge - 2004 Dresden), Menschensucher, 1980-82, Öl auf Hartfaser, Brandenburgische Kulturstiftung Cottbus, Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus.
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  • Dr. Paul Kaiser vor dem Werk von Siegfried Klotz (1939 Oberschlema/Erzgebirge - 2004 Dresden), Menschensucher, 1980-82, Öl auf Hartfaser, Brandenburgische Kulturstiftung Cottbus, Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus.
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Geraer „Schaffens(t)räume“ mit Kurator-Vortrag

Im Rahmen der Ausstellung „Schaffens(t)räume Atelierbilder und Künstlermythen in der ostdeutschen Kunst“ lädt die Kunstsammlung Gera zu einem Vortrag von Dr. Paul Kaiser ein. Er ist Mitkurator der aktuellen Präsentation und zugleich Forschungskoordinator des BMBF-Verbundprojektes „Bildatlas: Kunst in der DDR“. Durch dieses wurde die Schau wissenschaftlich begleitet und unterstützt. Dr. Kaiser widmet sich in seinem Vortrag am Mittwoch, 12. Dezember, 19.00 Uhr in der Orangerie dem Thema: „Refugium und Aktionsraum. Atelierbilder in der DDR“.

Das Atelier, das in der Moderne weit mehr als Werkstatt und Lebensraum des bildenden Künstlers ist, diente seit Mitte des 19. Jahrhunderts zugleich als Schutzraum künstlerischen Schaffens und wird somit zum metaphorischen Ort künstlerischer Autonomie. Die 90 ausgewählten Arbeiten der Ausstellung verdeutlichen, dass im staatssozialistischen Kunstsystem die Produktion von Künstlermythen auf besondere Weise mit der bildnerischen Kraft des Atelierbildes verknüpft wurde. Die Spanne reicht dabei von den privilegierten Ateliers und Werkstätten führender DDR-„Hofkünstler“ bis hin zu den kargen Wohnzimmerateliers und Hinterhof-Ausstellungen einer ostdeutschen Boheme. Anhand der Atelierbilder lassen sich die Situation sowie das Selbst- und Rollenverständnis der Künstler nachvollziehen. Alle interessierten Besucher sind dazu herzlich eingeladen.

Die Ausstellung „Schaffens(t)räume Atelierbilder und Künstlermythen in der ostdeutschen Kunst“ ist noch bis 03. Februar 2013 zu sehen. Die Kunstsammlung erwartet ihre Besucher – wie alle Geraer Museen – dienstags bis sonntags sowie an Feiertagen von 11.00 bis 18.00 Uhr.

Mehr zur Ausstellung ist hier zu erfahren:

http://www.meinanzeiger.de/gera/kultur/schaffenstraeume-atelierbilder-und-kuenstlermythen-in-der-ostdeutschen-kunst-kunstsammlung-gera-praesentiert-in-der-orangerie-90-gemaelde-von-76-kuenst-d21859.html

Mehr über die Ausstellungstätigkeit in der Orangerie ist hier zu erfahren:

http://www.meinanzeiger.de/gera/themen/orangerie.html

Autor:

Steffen Weiß aus Gera

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