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Witkacy - provokative Beobachter psychoaktiver Künstler

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Witkacy, - eigentlich Stanislaw Ignacy Witkiewicz bereicherte die europäische Kultur als Dramatiker, Romanautor, Kunsttheoretiker, Philosoph und Fotograf. Er war einer der originellsten Köpfe der polnischen Avantgarde. Als Maler veröffentlichte er seine Werke auf zahlreichen Ausstellungen der Formisten, dem Künstlerkreis des polnischen Expressionismus.
1924 gründete Witkacy ein Unternehmen, dass sich ausschließlich der Erstellung von Auftragsportraits widmete. Um das Wesen seiner Modelle tiefer erfassen und die eigene intuitive Wahrnehmung intensivieren zu können, nutzte Witkacy die Wirkungen verschiedener psychoaktiven Substanzen. So experimentierte er unter anderem mit Alkohol, Kokain und vor allem Meskalin. Nach Abschluss des Schaffensprozesses hat Witkacy die entsprechende Droge durch eine Notiz auf dem Portraitrand dokumentiert.
Mit seiner Kunst hat dieser provokative Beobachter gegen das Anwachsen einer technisierten, menschenverachtenden Alltagskultur protestiert und vor dem Einfluss totalitärer Ideologien gewarnt. Kurz nachdem in Folge des Stalin-Hitler-Paktes Militäreinheiten der Roten Armee und der Wehrmacht das freie Polen okkupierten, geht Witkacy freiwillig in den Tod.

(aus "Drogenkultur - Kulturdrogen" eine interaktive CD-rom der Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen)

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