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AA-Serie Nur eine Frage - Woher haben die Geraer den Spitznamen "Fettgusche"?

Fettbrot ist das heimliche Nationalgericht der Geraer.
Fettbrot ist das heimliche Nationalgericht der Geraer. (Foto: Jana Scheiding)
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Der Beiname der Geraer ist seit je her „Fettgusche“ und die „Fettbemme“ –
Brot mit Griebenschmalz – ist so etwas wie unser heimliches Nationalgericht.
Gera war etwa vom 15. Jahrhundert an eine reiche Stadt. Viele wohlhabende
Kaufleute wohnten hier, die sich jeden Mittag in den Wirtshäusern trafen, um sich den Bauch vollzuschlagen. Die feisten Kerle labten sich an Köstlichkeiten,
während die arme Bevölkerung der umliegenden Dörfer neidisch auf die Gerschen blickte und sie „Gersche Fettguschen“, nannte, denn Fett und
Fleisch bedeuteten damals Reichtum. Die armen Leute konnten sich unter der Woche Fleisch nicht leisten – die Gerschen schon. Und so ließ man es sich schmecken, stopfte Geflügel, Fleisch und allerlei in sich hinein, bis keine Krume mehr übrig war. Die Gerschen aßen nicht mit Messer und Gabel, sondern mit den Händen. Und wenn Sie so richtig in das Fleisch bissen, lief das Fett auf beiden Seiten des Mundes hinab. Die Bauern und arme Kaufleute auf der Durchreise
beobachteten die Fressorgien der Reichen mit Abscheu und sagten untereinander: „Schaut nur, wie sie saufen und fressen, die Gerschen
Fettguschen.‘

Fettbrot ist das heimliche Nationalgericht der Geraer.
Stadtführer Manfred Lemke weiß, woher die Gerschen ihren Spitznamen "Fettgusche" haben.
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