Jetzt schon an Weihnachten denken
Drehorgel-Klaus aus Gera sucht wieder Weihnachtsmänner und Engel

Drehorgel-Klaus aus Gera würde diese Kostüme gerne füllen.
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Oberweihnachtsmann Klaus aus Gera beklagt einen Notstand an Rotbemantelten und Engeln. Jetzt benötigt er dringend Verstärkung für die heiße Phase im Dezember.

Es gibt Situationen, da verschlägt es selbst dem Weihnachtsmann die Sprache. „Ich kam zu einer Familie, deren Kind wohl etwas angestellt hatte. Jedenfalls sollte es nichts zu Weihnachten bekommen. Und die Eltern meinten das ernst.“ Aus Mitleid schenkte er dem Jungen einen Schokoladenweihnachtsmann und wurde deshalb an der Haustür von den Eltern getadelt.
Den Weihnachtsmann aus Gera kennen die Stadt, Thüringen, Deutschland und Europa nur als Drehorgel-Klaus. Die Geschichte mit dem bestraften Jungen erfüllt ihn noch heute mit Entsetzen, obwohl sie sich vor Jahren ereignete.

Lange Tradition in Gera

Dass Heiligabend Weihnachtsmänner Familien in Gera und Umgebung glücklich machen, ist eine lange Tradition, die einst von der Arbeitsagentur ausging. Als die irgendwann ausstieg, übernahm Drehorgel-Klaus die Vermittlung. Er selbst ist seit Jahrzehnten im Nebenberuf Weihnachtsmann und kann bis zu 30 Saisonkräfte und einige Engel ausstatten. „Am Anfang waren wir über 30 Leute. Darunter Ärzte, Ingenieure, meist Singles, die zu Weihnachten auch ihren Spaß haben wollten“, erzählt Santa-Klaus. „Zurzeit sind wir zu viert – viel zu wenig für die zu erwartenden Anfragen.“

Persönlicher Rekord: 16 Familien

Jedes Jahr nach Heiligabend beschließt Klaus, dass er das letzte Mal als Weihnachtsmann unterwegs war, denn die Vorbereitung ist immens. Alles muss genau koordiniert werden - die Zeit arbeitet am 24. Dezember gegen die Truppe in Rot-Weiß. Der Boss beginnt seine Tour in Wünschendorf und Weida meist mittags und fällt nach 22 Uhr erschöpft in den Schlitten. „Mein persönlicher Rekord liegt bei 16 Familien.“ Obwohl die Tour minutiös geplant ist - „ich erkunde vorher Adressen, Einfahrten, Namensschilder und Klingeln“ – hat er immer Zeit, mit den Familien zu singen und sich Gedichte anzuhören oder Berichte darüber, was im Jahr nicht in Ordnung war. Die Altersgrenzen der Kinder, die er beschenken soll, liegen weit auseinander. „Ich bin schon zu Babys gerufen worden, aber auch zu einem 24-Jährigen. Der musste genauso sein Gedicht aufsagen wie die Kleinen“, erzählt Klaus und lacht. Etliche Familien besucht er mittlerweile in dritter Generation.

Schlitten mit Allradantrieb

Sein Vorhaben, den Job an den Nagel zu hängen, hat der Weihnachtsmann-Koordinator im folgenden Jahr schon wieder vergessen. Das wäre aus moralischer, aber auch betriebswirtschaftlicher Sicht verwerflich. Klaus investierte nicht nur in Kostüme, sondern auch in seinen Schlitten. Der hat inzwischen Allradantrieb. „Im strengen Winter 2013 fuhr ich rückwärts die Berge hinauf und musste zusätzlich Schneeketten anlegen.“ Der Weihnachtsmann muss auf ziemlich alles vorbereitet sein.


Zur Sache:

Drehorgel-Klaus aus Gera ist als Allroundunterhalter in Thüringen und Europa unterwegs. Im Sommer ist er Herr über Hüpfburgen und Luftballone, im Winter schätzt man ihn daheim als Weihnachtsmann.
Für die Adventszeit und den 24. Dezember sucht er wieder Weihnachtsmänner und –frauen. Kostüme und Equipment sind vorhanden. Interessierte werden gebeten, sich ab sofort zu melden, Kindergärten und Familien Anfang Dezember.
Kontakt: wm-gera@web.de
www.drehorgel-klaus.de

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