Ein Beruf für handwerkliches Geschick und gestalterische Kreativität

Annika Fehmel bei der Auszeichnungsveranstaltung in Gera-Aga
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  • Annika Fehmel bei der Auszeichnungsveranstaltung in Gera-Aga
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Früher hießen sie Polsterer bzw. Tapezierer oder Dekorateur. Wer heute in Deutschland diesen Handwerksberuf wählt, ist nach einer 3-jährigen Ausbildung Raumausstatter und hat sich dabei auf einen der Schwerpunkte Boden, Raumdekoration, Licht-, Sicht- und Sonnenschutzanlagen oder Polstern spezialisiert. So auch Annika Fehmel aus Schwaara.
Die heute 19-Jährige entschied sich nach ihrem Realschulabschluss 2013, in der Polsterei und Raumausstattung bei Thomas Will in Gera in die Lehre zu gehen. Nachdem dessen Großvater die Polsterei 1929 gegründet hatte und seine Eltern diese bis Mai 1997 fortführten, betreibt Thomas Will den Betrieb bereits in dritter Generation. Sein Klientel sind hauptsächlich Privatkunden, die ihre Polstermöbel, Auto- oder Motorradsitze reparieren, neu beziehen oder nach Maß anfertigen lassen wollen und vor allem Wert auf Qualität und Individualität legen. Mit handwerklichem Können und Liebe zu seiner Arbeit bekräftigt Thomas Will das Vertrauen seiner Kunden immer wieder aufs Neue.
Damit sein traditionsreiches Handwerk weiterhin eine Zukunft hat, investiert Thomas Will stetig in die Ausbildung künftiger Fachkräfte. Mit Begeisterung und Kompetenz gibt er sein Wissen und Können an junge Leute wie Annika Fehmel weiter - und das sehr erfolgreich. So wurde Annika beim diesjährigen Leistungswettbewerb des Handwerks auf Landes- und Kammerbezirksebene als beste Thüringer Nachwuchshandwerkerin ihres Ausbildungsberufes geehrt. Mit Stolz nahmen beide, die Azubine und ihr Lehrmeister, die Auszeichnung am 2. Dezember in der Bildungsstätte der Handwerkskammer für Ostthüringen in Gera-Aga entgegen. Ihr Geschick hatte Annika einige Wochen zuvor schon mit einem 5. Platz im bundesweiten Vergleich des deutschen Handwerks in Bremen unter Beweis gestellt. Jetzt macht die junge Frau ihr Abitur und will dann studieren. Mit ihrer erfolgreichen Ausbildung und dem tollen Abschneiden beim Wettbewerb der leistungsstärksten jungen Gesellen auf Landes- und Bundesebene hat sich Annika Fehmel eine solide Basis für weitere berufliche Erfolge geschaffen. Denn wie schon ein altes Sprichwort besagt: „Handwerk hat goldenen Boden“

Annika Fehmel bei der Auszeichnungsveranstaltung in Gera-Aga
Annika und ihr Ausbilder Thomas Will haben gut lachen
Autor:

Heike Schmidt aus Gera

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