Florales, Südfrankreich, Kerzenlicht. Tag der offenen Töpferei auch beim Buschwerk Steffi Grafe

Steffi Grafe arbeitet am Küchentisch.
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Nein. Eine Töpferscheibe suchen Sie bei Steffi Grafe vergebens. Sie ist keine Töpferin, sondern Keramikerin. Auch eine Werkstatt in dem Sinn gibt es nicht. Sie arbeitet in ihrer Wohnküche. Mal breitet sie sich auf der Arbeitsplatte aus. Oder der Küchentisch wird genutzt. Hier entstehen ihre sogenannten Aufbaukeramiken. An einem bereits angetrockneten Gefäß macht sich Steffi Grafe gerade zu schaffen. Die schrägen Kanten am oberen Ende sind geschnitten. Das Motiv wurde mit dem Messerrücken aufgezeichnet. Jetzt schneidet die Keramikerin Fenster für Fenster aus dem Material. Und was wird das? Ein Übertopf. Ein Lichtobjekt. Eine Erinnerung an Südfrankreich. Schnell wird klar, dass man sich bei ihren Arbeiten und deren Verwendungszweck nicht so genau festlegen muss. Aber noch ist es nicht soweit. Nach den Schneidearbeiten muss der „getrocknete Schlamm“, wie sie scherzt, erst mal bei 900 Grad gebrannt werden. Dem folgt das Glasieren und dann der zweite Brand. "Das Ergebnis ist jedes Mal wieder eine Überraschung“, erklärt sie.

Steffi Grafe ist keine gelernte Keramikerin. Ihr handwerkliches Rüstzeug stammt von der Ausbildung und jahrelangen Tätigkeit als Schauwerbegestalterin. Zur Keramik, Malerei und Grafik hat sie im Jahr 2000 gefunden. Bereits vier Jahre später hat sich Steffi Grafe unter dem Namen Buschwerk damit selbstständig gemacht. Drei Themen ziehen sich wie ein roter Faden durch ihre Arbeiten. Sie liebt Südfrankreich, Florales und Kerzenlicht zum Feierabend. Das wird in ihren Keramiken ebenso deutlich wie den Malarbeiten. Letztere entstehen übrigens nicht in den eigenen vier Wänden, sondern in der Volkshochschule.

Zum Tag der offenen Töpferei diesen Samstag und Sonntag, jeweils 10 bis 18 Uhr, nimmt Steffi Grafe zum dritten Mal teil. Vor der ersten Teilnahme hatte sie noch Bange, dass sie womöglich den ganzen selbst gebackenen Kuchen einfrieren muss, weil keiner kommt. Und dann langte er fast nicht. Auch diesmal werden Kaffee und Kuchen, ein Gläschen Rotwein, Fettbemmen und viele nette Gespräche angeboten – einfach mal schauen, wer hinter dem Pseudonym Buschwerk steht.

Buschwerk Steffi Grafe, Weidaer Straße 20 in Gera-Röppisch

Weitere Teilnehmer am Tag der offenen Töpferei am 9./10. März, 10-18 Uhr:

Töpferei Selig, Gabriele Pechmann, Schloßstraße 6 in Weida
Keramikwerkstatt Ute Klötzer, Linienstraße 19 in Gera
Töpferei Wühst, Brigitte Wühst, Seligenstädt 12
Töpferei & Tonaufbereitung Udo Heinicke, Hauptstraße 4 in Lumpzig
Töpferei Kerstin Prozell, Gessentalweg 17 in Ronneburg

Autor:

Steffen Weiß aus Gera

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