Altehrwürdige Kalte Eiche. Tag des Baumes am 25. April

Einer der imposantesten Bäume von Gera: Die Kalte Eiche
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  • hochgeladen von Steffen Weiß

Es ist kaum zu fassen: Den 30-jährigen Krieg hat sie erlebt, den deutsch-französischen Krieg, die beiden Weltkriege. Nicht nur schreckliche Momente haben sich rund um die Kalte Eiche abgespielt. Sie hat Wanderern von Gera-Ernsee nach Frankenthal Schatten gespendet. Und wer weiß, welcher Urahn sich hier schon zum Schäferstündchen verabredet hat? Dieses Geheimnis wird die Kalte Eiche nicht preisgeben.

Genau weiß man es nicht, um die 500 Jahre ist die Kalte Eiche alt. Sie war einer der ersten Bäume von Gera, der unter Naturschutz gestellt wurde. Natürlich hat der sprichwörtliche Zahn der Zeit an ihr in den vielen Jahren genagt. Erst im vergangenen Jahr musste in Abstimmung mit dem Naturschutzbeirat weit ausladendes Totholz zurück geschnitten werden. „Die Erlebbarkeit der Kalten Eiche soll auch weiterhin gewährleistet sein“, begründet Bärbel Kaschta, Sachbearbeiterin Baumschutz im Fachgebiet Grünplanung der Stadt Gera die Maßnahmen.

Die Kalte Eiche ist nicht das einzige Naturdenkmal in Gera. Zwar nicht mehr so ganz vital, dafür noch charakteristischer präsentiert sich die Stieleiche an der Kuckucksdiele. Bekannt sind auch die Schillereiche und Lutherlinde, beide in der Nähe des Ferberturms. Imposante Eichen stehen auf dem Schulhof der Dix-Schule in Untermhaus und auf dem Dorfplatz Rusitz. Insgesamt hat Gera 18 ausgewiesene Naturdenkmale.

Was wiederum nicht heißt, dass jeder in Gera gern fotografierte Baum unter Naturschutz steht. An erster Stelle wäre hier die Magnolie im Küchengarten an der Orangerie zu nennen, die in den vergangenen Tagen eine wahre Flut an Besuchern anlockte. Aber auch die beiden Japanischen Zierkirschen vor dem Clubzentrum Comma sind, wenn sie blühen, ein beliebtes Fotomotiv.

Insgesamt hat das Fachgebiet Grünplanung etwa 35.000 Bäume im Bestand. Zwei ausgebildete Baumkontrolleure sind mit der Kontrolle beauftragt. Nach ihren Anweisungen setzt sich der eigene Baumpflegetrupp in Bewegung, manches wird auch als Fremdleistung in Auftrag gegeben.

Grün - und dazu zählen nicht nur die Bäume, sondern auch Rasenflächen, Sträucher, die Parks der Stadt und die Spielplätze – ist ein sogenannter „weicher“ Standortfaktor. „Ein nicht zu unterschätzender Wohlfühlfaktor für die Bevölkerung“, erklärt Bärbel Kaschta. Und der koste Geld. Dementsprechend muss auch im Fachgebiet Grünplanung ständig abgewogen werden, was sich die Stadt leisten kann.

Autor:

Steffen Weiß aus Gera

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