Amaranth - Grundnahrungsmittel der Inkas und Azteken

Amaranth-Blüten
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Amaranth zählte schon vor mehr als 3000 Jahren zu den Grundnahrungsmitteln der Maya und später dann auch zu denen der Azteken undInkas. Diese Völker waren bekannt für ihre unverwüstliche Gesundheit. Da stellt sich die Frage: Hat Amaranth zur Gesundheit der Urvölker beigetragen? Abwegig ist diese Annahme nicht, denn das Pseudo-Getreide beinhaltet viele Nähr- und Vitalstoffe.

Woher kommt Amaranth?

Da Amaranth zu den Hauptnahrungsmitteln der Inkas und Azteken zählte,wundert es nicht, dass es ursprünglich in Mittel- und Südamerika, aber auch in Teilen Asiens angebaut wurde. Dabei zählt Amaranth zu den ältesten
Kulturpflanzen und wurde schon damals auf unterschiedliche Art verarbeitet.
Fast in Vergessenheit geriet die Pflanze, als die Spanier Mittel- und
Südamerika eroberten und den Anbau verboten. Sie ist jedoch zum Glück nicht in Vergessenheit geraten und so ist Amaranth schon lange wieder ein fester
Bestandteil der südamerikanischen Küche und hat von dort aus den Siegeszug in viele andere Länder angetreten.

Heute wird Amaranth nicht nur in seinen Herkunftsländern angebaut,sondern überall auf der Welt. Die Nutzpflanze, die zu den Pseudogetreiden zählt, stellt nicht viele Ansprüche an den Boden, auf dem es gepflanzt wird und
kann selbst im heimischen Garten gezogen werden, wenn es genügend
Sonnenstrahlen abbekommt. Bei Amaranth spricht man übrigens von einem
Pseudogetreide, weil es zwar viele Eigenschaften des Getreides besitzt und
ähnlich verwendet wird, jedoch botanisch zu den Fuchsschwanzgewächsen gehört, und nicht zu den Süßgräsern wie herkömmliches Getreide. 

Was macht Amaranth so gesund?

Amaranth ist nicht ohne Grund ein fester Bestandteil von Vollwertküchen und wird auch immer häufiger von Ernährungsexperten empfohlen. Für Menschen, die an einer Gluten-Unverträglichkeit leiden, ist Amaranth eine gute Alternative
zum herkömmlichen Getreide und kann auch ähnlich verwendet werden. Aber das ist nicht der einzige Vorteil, den die Samen bieten.

Amaranth weist einen hohen Gehalt an pflanzlichem Eiweiß auf und überbietet dabei den von Reis um das Doppelte. Noch dazu verwertet der Körper dieses pflanzliche Eiweiß gut und somit findet Amaranth auch viel Beachtung in der vegetarischen und veganen Ernährung. Er wird auch gern von Sportlern verwendet, da auch ein hoher Gehalt an Kalzium und Magnesium gegeben ist. Noch dazu enthalten die Körner viel Eisen und sind ein perfektes Nahrungsergänzungsmittel für Schwangere und Menschen, die unter Eisenmangel leiden. Mit den ungesättigten Fettsäuren, die im Amaranth enthalten sind, tut man darüber hinaus noch Gutes für das Herz-Kreislauf-System.

Schon die Inkas und Azteken setzten Amaranth übrigens ein, um Krankheiten zu heilen. Inzwischen haben verschiedene Studien bewiesen, dass das Pseudogetreide tatsächlich positive Auswirkungen auf unseren Körper hat. Er wurde und wird immer noch bei folgenden Beschwerden eingesetzt: 
- Kopfschmerzen
- Chronischer Müdigkeit
- Migräne
- Schlafstörungen
- Nervosität
- Erschöpfung
- Alterserscheinungen 
- und Magenweh bzw. Unwohlsein.

Amaranth in der modernen Küche

Während die Urvölker früher auch die Blätter der Amaranth-Pflanzen nutzten und sie ähnlich wie Spinat zubereiteten, werden heute größtenteils nur noch die Körner verwendet - das allerdings äußerst vielfältig. Für die
Verwendung empfiehlt sich Amaranth aus biologischem Anbau, das frei von
Schadstoffen ist und in Bio-Supermärkten, Reformhäusern und diversen
Online-Shops angeboten wird.

Wer Amaranth als Beilage, ähnlich wie Reis, verwenden möchte, kann ihn nach einem gründlichen Waschen mit Brühe oder Wasser aufsetzen und ca. 30 Minuten köcheln lassen. Gepuffter Amaranth eignet sich hervorragend als Beigabe zum Müsli und auch als Topping auf einem Obstsalat oder Pudding. Und natürlich kann Amaranth auch in herzhaften Gerichten wie Aufläufen oder Gemüsepfannen eingesetzt werden. Mit Amaranthmehl lassen sich Soßen hervorragend binden oder man mengt ihn anderen Mehlmischungen bei, das verleiht dem Gebäck eine leckere, nussige Note.

Amaranth lässt sich also vielfältig einsetzen und ist für Süßspeisen genauso geeigneten, wie auch für deftige Gerichte. Als Popcorn-Ersatz kann Amaranth sogar selbst in der Pfanne gepufft und mit Salz, Zucker oder Butter verfeinert
werden – so entsteht ein gesunder Knabberspaß für gemütliche Filmabende.

Inzwischen gibt es viele Rezepte, in denen Amaranth ein wichtiger Bestandteil ist und die für viel Abwechslung auf dem Speiseplan sorgen.

Fazit

Amaranth ist ein guter Beweis dafür, dass die Urvölker vor mehreren tausend Jahren schon ganz genau wussten, was gut für den Körper und die Gesundheit ist. Dass das Pseudogetreide seit einigen Jahren wieder an Beliebtheit gewinnt und immer öfter auf dem Speiseplan zu finden ist, ist eine positive Entwicklung.

Amaranth lässt sich vielfältig einsetzen und bietet nicht nur Menschen mit
Gluten-Unverträglichkeit Vorteile, sondern liefert auch Vegetariern und
Veganern gutes pflanzliches Eiweiss, ebenso Sportlern, die so den erhöhten
Verbrauch abdecken können. Aber auch in der herkömmlichen Küche wird Amaranth immer öfter angewendet und als Beilage oder besonderes Extra bei verschiedenen Gerichten genossen.

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