Frühjahrskur für den Wald

Der 17-jährige Max Holland, angehender Forstwirt im ersten Lehrjahr, mit einem Bündel junger Buchenpflanzen, die er auf einer Ausgleichsfläche im Revier Zedlitz noch  in den Boden bringen muss. Insgesamt haben er und seine Mitstreiter hier 1300 Buchen und Douglasien gepflanzt.
  • Der 17-jährige Max Holland, angehender Forstwirt im ersten Lehrjahr, mit einem Bündel junger Buchenpflanzen, die er auf einer Ausgleichsfläche im Revier Zedlitz noch in den Boden bringen muss. Insgesamt haben er und seine Mitstreiter hier 1300 Buchen und Douglasien gepflanzt.
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Knapp 90 000 Bäume im Forstamtsbereich Weida gepflanzt
Zedlitz. Die jungen Bäumchen müssen nun schnell in die Erde, denn das Zeitfenster für die Pflanzung ist durch den langen Winter sehr kurz. Bei Revierleiter Jörg Barabas im Zedlitzer Revier sind es insgesamt 2400 - verteilt auf zwei Flächen und 3,8 Hektar. Auf einer von ihnen pflanzen Forstlehrlinge 1000 Douglasien und 300 Buchen. Ursprünglich handelte es sich um Ackerland, das aufgegeben wurde, dann zwei, drei Jahre brach lag und vergraste. Als Ausgleichsmaßnahme für Bauland wurde die Fläche 2006 aufgeforstet mit Eiche, Hainbuche, Flatterulme, Esche und verschiedenen Straucharten.
„Jetzt müssen wir nachbessern, weil die Schermaus, eine große Wühlmausart durch benagen der Wurzeln großen Schaden angerichtet haben“, so Jörg Barabas. „Als Gegenmaßnahme haben wir unter strengen Auflagen Pflanzenschutzmittel ausgebracht und zusätzlich Sitzkrücken für Greifvögel geschaffen. Wir hoffen, dass die Jäger den Fuchs als weiteren natürlichen Feind der Nager hier im Gebiet nicht so stark bejagen.“ Mit einem Fingerzeig auf vertrocknete Triebe an jungen Eschen weist er auf ein weiteres Problem hin - dem Eschentriebsterben. „Es wird durch einen Pilz verursacht, der hier fast den gesamten Eschenbestand schädigte. Deshalb pflanzen wir die Art nicht mehr“. Dafür nun Douglasien und Buchen.
Langfristig gesehen liegt das Augenmerk auf der Schaffung von gesundem Mischwald, der wichtig ist für eine reiche Artenvielfalt und für die Stabilität des Ökosystems Wald. Das geschieht im Rahmen des Thüringer Waldumbauprogramms. Forciert durch eine standortgerechte Baumartenwahl – auch hinsichtlich des Klimawandels, einer guten Durchforstung und Pflegenutzung, also einer naturnahen Waldbewirtschaftung. Zu bevorzugen ist natürlich immer die Naturverjüngung. Wo diese allein nicht ausreicht, muss der Mensch nachhelfen. Kahlschläge sind passé. Mischwälder bringen auch Vorteile bezüglich des Borkenkäfers, weil dort immer „Reservebaumarten“ stehen, die der Schädling nicht befällt.
In einem Großteil des Privat- und Kommunalwaldes ist im Herbst zudem eine Kalkung vorgesehen. Sie soll die Luftschadstoffe, insbesondere die Stickoxide kompensieren. „Ich wünsche mir, dass alle betroffenen Waldbesitzer ihr Einverständnis dazu geben“, so Revierleiter Barabas.

Zahlen und Fakten der Baumpflanzung
Pflanzung im Staatswald des Forstamtsbereiches Weida:
gesamt 88 500 Bäume
50 000 davon im Landkreis Altenburg, 38 500 im Landkreis Greiz
Baumarten: Bergahorn, Buche, Vogelkirsche, Roterle, Stieleiche, Weißtanne, Douglasie und Fichte
Verteilung auf 12 von insgesamt 15 Revieren

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Autor:

Kerrin Viererbe aus Hermsdorf

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