Kabinettausstellung „Der Diabas-Steinbruch Dörtendorf – Erloschene Mineralfundstelle in Ostthüringen“
Kabinettausstellung „Der Diabas-Steinbruch Dörtendorf – Erloschene Mineralfundstelle in Ostthüringen“

Quarz („Kappenquarz“) aus dem Diabas-Steinbruch Dörtendorf in Ostthüringen, Größe: 4,2 x 4 x 2,8 cm
  • Quarz („Kappenquarz“) aus dem Diabas-Steinbruch Dörtendorf in Ostthüringen, Größe: 4,2 x 4 x 2,8 cm
  • Foto: Foto: Frank Hrouda
  • hochgeladen von Frank Hrouda

Bis zum 8. September 2019 präsentiert das Museum für Naturkunde Gera als Ergänzung zur Dauerausstellung im Mineralienhöhler die neue Kabinettausstellung „Der Diabas-Steinbruch Dörtendorf – Erloschene Mineralfundstelle in Ostthüringen“.
Der vorgestellte Diabas-Steinbruch liegt bei Dörtendorf, einem Ortsteil der Stadt Zeulenroda-Triebes im Landkreis Greiz. Insbesondere in den späten 1990er Jahren gelangen im damals noch in Betrieb stehenden Steinbruch beachtliche Mineralfunde, vor allem formenreiche Quarzkristalle bis hin zur wasserklaren Quarz-Varietät Bergkristall. Die Quarzkristalle erreichen eine Größe bis zu 15 cm und zeigen interessante kristallografische Phänomene. Oftmals sind sie beispielsweise als sogenannte „Kappenquarze“ ausgebildet. Darüber hinaus wurden im Tagebau auch Calcit, Dolomit, Hämatit und Malachit gefunden. Diese Mineralien wurden aus dem Steinbruch Dörtendorf nur von wenigen lokalen Sammlern geborgen. Einen repräsentativen Querschnitt dieser Funde zeigt das Museum für Naturkunde Gera erstmals öffentlich anhand von ausgezeichneten Mineralstufen dieser Fundstelle, die mittlerweile erloschen ist.
Der Diabas-Steinbruch Dörtendorf ist nicht mehr in Betrieb, es sind keine aktuellen Mineralfunde möglich und das Betreten des abgesicherten Geländes ist nicht gestattet. 2016 wurde der Abbaubetrieb eingestellt und ein 2018 zugelassener bergrechtlicher Abschlussbetriebsplan schließt die bergbaulichen Tätigkeiten ab und umfasst die Maßnahmen zur Wiedernutzbarmachung und Endgestaltung des Tagebaugeländes. Zur Rekultivierung gehören die bereits entstandenen Gewässer und entsprechende Sukzessionsflächen im ehemaligen Steinbruch, dessen Geschichte bereits 1906 mit dem Abbau durch örtliche Kleinunternehmer begann. 1951 übernahm den Abbau dann der VEB Diabaswerk Dörtendorf. Nach Betreiberwechseln und einer Unterbrechung übernahm die Basalt-Actien-Gesellschaft das Werk letztendlich 2004. Abgebaut wurde der Diabas, der zu Schotter, Splitt und Edelsplitt für den Straßenbau weiterverarbeitet wurde.

Autor:

Frank Hrouda aus Gera

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