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Lebensraum Kirchturm

Wo: Kirche , 07554 Gera auf Karte anzeigen
Annett und Mario Scholz, beide Mitglied im NABU, kümmern sich in ihrer Gemeinde - insbesondere in der Kirche - um Lebensräume für bedrohte Vögel und Fledermäuse.
Annett und Mario Scholz, beide Mitglied im NABU, kümmern sich in ihrer Gemeinde - insbesondere in der Kirche - um Lebensräume für bedrohte Vögel und Fledermäuse.
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Keine Wohnungsnot für Vögel und Fledermäuse in der St. Petri Kirche Dorna

Gera-Dorna. Immer mehr Kirchen in Thüringen bieten Vögeln und Fledermäusen eine Unterkunft. Die St. Petri Kirche in Dorna ist ein Beispiel für diesen vorbildlichen Artenschutz, was dem außergewöhnlichen ehrenamtlichen Engagement von Annett und Mario Scholz aus Dorna zu verdanken ist, die beide aktive Mitglieder im Naturschutzbund (NABU) sind und Annett zudem Kirchenälteste. Hier einige Fakten:

82 Kirchen in Thüringen haben sich dem NABU-Projekt „Lebensraum Kirchturm“ angeschlossen.

In der St. Petri Kirche, der ältesten von Gera, wurden Hand in Hand mit der Sanierung von Dach und Turmhaube insgesamt zwei Fledermauseinflugsgauben, drei Fledermaussteine, 33 Mauerseglerkästen, sechs Dohlennistkästen, zwei für die Schleiereule und einer für Turmfalken eingerichtet bzw. angebracht.

2011 freuten sich die Artenschützer über den ersten Bruterfolg bei den Turmfalken mit vier Jungtieren, 2012 waren es bereits fünf gezählte Falkenküken. Ein zweites Falkenpaar nutzte den Eulenkasten – Anzahl des Nachwuchses unbekannt.
Vier Dohlenpärchen zogen zehn Jungvögel erfolgreich groß – es ist sein vielen Jahre wieder die erste Dohlensiedlung in Gera. Die Dohle ist übrigens Vogel des Jahres 2012.

Fledermäuse haben die Kirche ebenfalls für sich entdeckt – Tiere selber konnten noch nicht gesichtet werden – sie verstecken sich in winzigen Ritzen. Aber ihre „Hinterlassenschaften“ geben den Beweis für ihre Existenz. Jetzt soll anhand des Kotes ihre Art bestimmt werden.

Extra-Kosten für die Einrichtung der entstanden der Kirchgemeinde nicht. Finanzielle Unterstützung gab es von der Stiftung Naturschutz, die praktische Umsetzung erfolgte ehrenamtlich durch den NABU Gera-Greiz, namentlich Sebastian Schopplich und Familie Scholz.

Motivation der Artenschützer: Wo der Mensch in Lebensräume der Tiere eingreift oder sie vernichtet, muss er dafür Sorge tragen, geeignete neue zu schaffen und so dem Artensterben entgegen wirken.

Am 24. August um 19 Uhr wird die St. Petri Kirche Dorna mit der Plakette „Lebensraum Kirchturm“ ausgezeichnet – gleichermaßen erhalten die Kirchen in Wernsdorf, Pölzig, Röpsen und Schwaara diese Ehrung

Interessenten, die das Projekt weiter unterstützen möchten – beispielsweise beim Nistkastenbau, können gern Kontakt aufnehmen: Familie Scholz, Dorna, Tel. 0365/42 08 970.
Interessierte Kirchgemeinden erhalten Informationen und Beratung beim NABU Thüringen, 03641/605704, www.NABU-Thueringen.de

Annett und Mario Scholz, beide Mitglied im NABU, kümmern sich in ihrer Gemeinde - insbesondere in der Kirche - um Lebensräume für bedrohte Vögel und Fledermäuse.
Die aktiven Naturschützer Annett und Mario Scholz zeigen ganz oben im Turm der Dornaer St. Petri Kirche einen Dohlennistkasten, in dem dieses Jahr zum ersten Mal  Dohlennachwuchs flügge wurde.
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