Kleine Dinge verändern die Welt...
„Sag mir, wo die Bäume sind…“

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Klimaschutz-Demo in Gera am 20.09.2019 in Gera – 350 Leute wurden als amtliche Teilnehmerzahl der Demonstration durchs Mikro zum Abschluß der Aktion gemeldet, die Stadt Gera hat aktuell 94.750 Einwohner (2016)! Der Verein „Kinder Bewegen“ e. V. hat teilgenommen und damit deutlich Stellung bezogen. In diesen Tagen geht Greta Thunbergs aktuelle Rede durch alle Medien, ein Aufruf – ein Warnsignal! Im Thüringen Impakt, erstellt im Jahre 2013 und online veröffentlicht, ist für jeden längst zugänglich nachlesbar, in welcher Form die Klimaveränderung uns Thüringer genau jetzt und nicht erst in ein paar Jahren treffen wird: Immer weniger Niederschläge, der Boden trocknet aus, Bäume sterben – die aufgestellten Prognosen stimmen genau. Es scheint nur nirgends angekommen zu sein! Die Bäume und Pflanzen dieser Welt produzieren den Sauerstoff, den wir atmen, dies lernen die Kinder schon in der Schule! Jeder kann etwas tun, Umdenken ist nicht nur gefragt, sondern zwingend erforderlich! Die wenigen Niederschläge müssen effektiv genutzt und entsprechend sinnvoll aufgefangen werden, für eine günstigere Bewässerung des Stadt- und Landgrüns! Öffentliche Grünflächen sollten nur noch in den Randbereichen gemäht werden und keinesfalls mehr als 2 x im Jahr – zum Schutz des Bodens vor Austrocknung! Die Wiese vorm Hauptbahnhof in Gera hat 2019 erstaunlich beeindruckend den Nachweis geführt, eine Wiese kann intakt blühen, grünen und vielen Insekten in Kürze wieder Heimat geben, auch mit geringeren Niederschlägen von März bis August – dann erst wurde sie gemäht. Wann wird man das verschobene Wahrnehmungsempfinden, das Rasen kurz getrimmt sein muß, über „Bord“ werfen? Wenn es zu spät ist und wegen Dürre kein Grün mehr wachsen kann?! Den Diskussionen, um Neuanpflanzungen/Neuansiedlungen von südlichen Baumarten, die besser mit Trockenheit umgehen können, muß man die Gegenfrage stellen: Wie kann ein neuer Baum anwachsen, wenn der Boden bis 2m Tiefe ausgedörrt ist? Wer wässert diesen neu angepflanzten „Wald“ an? Es ist einfacher einen alten Baumbestand zu schützen und zu bewahren, wir sollten um jeden Baum kämpfen! Es können Förderprogramme, einfach zu handhaben, ins Leben gerufen werden: Wer auf seinem Grundstück einen Baum pflanzt oder Baumbestand schützt und wässert, sollte dies gefördert bekommen, wer seine Fassade begrünt durch Efeu oder Wein oder Ähnlichem, sollte dies gefördert bekommen, wer auf seinem Grundstück Bienenweiden anlegt, sollte dies gefördert bekommen – nicht durch komplizierte Formulare, sondern festgestellt durch die Grünämter der Städte und Gemeinden– so können Einsparungen beim „Mahdpersonal“ umdisponiert werden, ebenso in die Bewässerung des vorhandenen Stadtgrünes. Sämtliche Dachflächen öffentlicher Gebäude sollten in Regenwasserspeicher entwässern! Sagen wir unserem Nachbarn, unseren Freunden doch einmal einfach: „Laßt das Rasenmähen, laßt es lieber Blühen und auch Verwelken!“ Umdenken – Jetzt!

Autor:

Ina Bernsdorf-Koch aus Gera

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