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Ab September gilt Chippflicht für alle Thüringer Hunde

Wo: Stadtmitte, Gera auf Karte anzeigen
Dank eines Mikrochips konnte Tierheimleiterin Bärbel Zimmer die Schäferhündin Tina schnell ihren Besitzern zuordnen und zurückgeben. Leider ließen bisher nur wenige Hundebesitzer ihre Vierbeiner „chippen“ und registrieren.
Dank eines Mikrochips konnte Tierheimleiterin Bärbel Zimmer die Schäferhündin Tina schnell ihren Besitzern zuordnen und zurückgeben. Leider ließen bisher nur wenige Hundebesitzer ihre Vierbeiner „chippen“ und registrieren.
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Ab 1. September tritt eine Chippflicht für Hunde in Thüringen in Kraft. Sechs Monaten haben Tierhalter Zeit ihren Vierbeinern einen Mikrochip einsetzen zu lassen auf dem, eine dem Hund zugeordnete Nummer, hinterlegt ist, die sich elektronisch auslesen lässt.

Mittels einer zentralen Datenbank kann über die Kennnummer Name, Adresse und Telefonnummer des Halters ausfindig gemacht werden. Der etwa Reiskorn-große Chip wird dem Hund eingespritzt. Eine Maßnahme, die jeder Tierarzt ausführen kann und um die 30 Euro kostet.

Ganz neu ist das so genannte „Chippen“ nicht. Bereits seit vielen Jahren können Hundehalter freiwillig ihrem tierischen Weggefährten diesen Chip spritzen lassen.

In Gera haben aktuell etwa fünf von hundert Hunden einen Chip, schätzt Bärbel Zimmer, Leiterin des Geraer Tierheims: „Von den gechipten Tieren sind nur wenige auch registriert“. Viele Hundebesitzer vergessen nach Einpflanzen des Chips die hinterlegte Nummer in eine zentralen Datenbank einzutragen. „Verlassen Sie sich dabei nicht auf Ihren Tierarzt“ so die Tierheimleiterin. Eintragungen bei der zentralen Hundedatenbank Tasso sind ganz einfach und kostenfrei per Internet, Post oder Telefon möglich. Mit der Pflicht zum Chippen verbindet Zimmer die Hoffnung, dass künftig weniger Hunde ausgesetzt werden. Im Geraer Tierheim warten aktuell 26 Hunde darauf, von ihren Besitzern abgeholt zu werden.

Angst um den Datenschutz brauchen Hundefreunde übrigens nicht haben. Tierheime besitzen keinen direkten Zugang zur Datenbank. „Wir erfahren nur, ob der Hund gechippt ist und den Namen des Tieres“, so die Tierheimleiterin. Den Kontakt zum Halter nehmen Mitarbeiter der Tierdatenbank auf. Problematisch könnte die Kontrolle des Chips werden: Kaum ein Ordnungsamtmitarbeiter dürfte im Umgang mit Hunden geschult sein. Um den Chip auszulesen muss man dem Tier sehr nahe kommen.
Informationen rund um den Mikrochip für Hunde, erhalten Sie im Geraer Tierheim unter Telefon 0365 - 413066.

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