Warum ist Gera eine Gewinner-Stadt?
Die Herausforderung

Panoramaansicht von Gera in besonderem Licht.
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  • Panoramaansicht von Gera in besonderem Licht.
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Gera nimmt die Herausforderung an und startet in den sozialen Medien eine „Gewinner-­Challenge“. Bereits jetzt haben zahlreiche Geraer auf die Äußerungen Sergej Lochthofens in der Sendung „Fakt ist“ reagiert. Dort sagte er unter anderem: „Ich kann nur jedem jungen Menschen sagen: Gehen Sie aus Gera weg. Was ­wollen Sie in einer Stadt, die so regiert wird und die sich so weiterentwickelt... Das ist eine Loser-Stadt.“ Oberbürger­meister Julian Vonarb hatte bereits kurz ­danach widersprochen. Alle Geraer sind jetzt dazu aufgerufen, in einem ­kurzen Video (zum Beispiel wie die Feuerwehr Gera Neue Mitte) mitzuteilen, was sie an ihrer Stadt schön finden und weshalb Gera eine Gewinner-Stadt ist. ­AA-Redakteurin Sandra Rosenkranz hat sich ebenfalls umgehört und nachgefragt.

Weder ich, noch viele Menschen in unserer Stadt fühlen sich so, wie es Herr Lochthofen beschrieben hat. Pauschalverurteilungen haben noch nie jemandem geholfen – im Gegenteil. Es gibt in Gera viel Schönes zu entdecken, darüber sollte man lieber sprechen.
Julian Vonarb, Oberbürgermeister Gera

„In Gera steht ein wundervolles Theatergebäude mit einer großen Tradition. Mit dem Theater Altenburg-Gera verfügt die Stadt über das einzige 5-Sparten-Theater Thüringens. Sein künstlerisch und politisch ambitioniertes Angebot - gerade mit bedeutenden Auszeichnungen bedacht – ist möglich durch die engagierte Zusammenarbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus 26 Nationen, vor allem aber durch das Interesse, das Vertrauen und die aktive Unterstützung der Geraer Zuschauer aller Generationen. Gera gewinnt, indem es sich anhand der eigenen kulturellen Werte neu entdeckt. Die Bewerbung zur Kulturhauptstadt Europa 2025 bringt vielfältige kulturelle Traditionen neu ins Bewusstsein. Daran wirken wir gern mit.“
Volker Arnold, Kaufmännischer Geschäftsführer
Theater Altenburg Gera gGmbH

Gera ist keine verlorene Stadt, weil es hier kreative und engagierte junge Leute gibt, die sich einmischen wollen, weil es hier Schülerinnen und Schüler gibt, denen ihr Nachbar nicht egal ist und die beim Ehrenamtstag mitmachen und die sich auch bei politischen Diskussionen nicht zurückhalten, ihre Meinung zu vertreten. Sie tun dies aber meistens so, wie sie es in der Schule gelernt haben, fordernd und selbstbewusst, aber durchaus auch tolerant und die sich damit zum Glück an mancher Stelle von der älteren Generation unterscheiden.
Silva Wallstabe, Schulleiterin Goethe-Gymnasium Gera / Rutheneum

Gera ist sooo sehr verschlafen gewesen, dass es endlich Zeit wird für ein Erwachen. Das spürt man ganz deutlich in der Kulturszene am Beispiel des Kulturzentrums Häselburg im Geraer Zentrum. Dieser Ort lockt - gerade jetzt - mit seinem aktuellen über das ganze Jahr aufgeteilten "Bauhaus.Lines-Programm" auch Leute von außerhalb an. Dieser bunte Mix aus Menschen lässt Neues entstehen. Gera bewirbt sich auch gerade für die Kulturhauptstadt 2025 und ich bekomme einige Ideen dafür mit. Das klingt großartig und vielversprechend - also mehr als gewinnen! 
Thomas Prochnow, Künstler aus Gera
und Teilnehmer der Höhler Biennale

Ich finde Gera klein und niedlich, alles liegt nah beieinander. Die Menschen sind freundlich und hilfsbereit. Ich bin zugezogen und dieser Eindruck ist bei mir entstanden. Vieles ist noch verbesserungs­würdig. Es gibt schon viele Events, aber es muss noch mehr getan werden, um junge, intelligente Menschen in der Stadt zu halten und anzulocken. Unser Bürgermeister gibt sich viel Mühe. Gera ist auch keine Metropole, aber es gibt wunderschöne Ecken wie den Hofwiesenpark und Untermhaus.
Anne Sorge (30), wohnt in Gera

Gera ist eine familienfreundliche Stadt, das können wir unterstreichen. Sie ist eine Hochschulstadt und hat ein super Krankenhaus. Wir fühlen uns wohl hier. Wir schätzen auch die Transparenz des Bürgermeisters, der über die städtischen Vorhaben und Ereignisse selbst in den sozialen Medien berichtet. Wir wissen, dass Herr Vonarb selbst die kleinen Vereine unterstützt und stehen hinter ihm.
Andy Nagler (29) und Sina Gölzer (29), wohnen in Gera

Was alles los ist in Gera, findet man unter anderem hier auf der Internetseite der Stadt.

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