Freie Medien sind für eine Demokratie unverzichtbar
Die Meinungs-und Pressefreiheit ist für die Demokratie zu wichtig, um sie Eliten zu überlassen.

Es gibt ja bereits Zensur-Durchsetzung in Facebook, Twitter und YouTube. Aber das geht noch besser:

Eine Demokratie geleitet von Macht-Eliten, die keine Demokratie und Vielfalt wollen. Es gibt eine kleine Gruppe die politische Herrschaft ausübt, die die Interessen und Weltansichten der Eliten abbilden und koste es die Wahrheit, Stichwort Relotius.

"Ein weiteres und wirklich ehrenhaftes Beispiel ist die Tatsache, dass „Lügenpresse“ im Jahr 2014 zum Unwort des Jahres wurde und Claas Relotius 2014 von CNN zum Journalisten des Jahres ernannt wurde. Die etablierten Medien, die sich selbst den Titel „Qualitätsmedien“ verleihen und vorbehalten und vor „Fake News“ warnen, haben ein Qualitäts- und Glaubwürdigkeitsproblem, weil sie Fake News verbreitet haben."

Es gibt einen Vorsitzenden des Deutschen Journalismusverbandes, Prof. Dr. FRANK ÜBERALL, der Vielfalt und Ausgewogenheit verhindern will, der durchsetzen möchte, dass alternative Medien keine Sendelizenz in Deutschland bekommen.

Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer mahnte neulich an das allgemeine politische Gewissen und wollte die Meinungsfreiheit einschränken. Wir erinnern uns. Ein Youtuber Rezo haute kurz vor der EU-Wahl ein Video heraus, indem er der CDU ziemlich unverblümt ihr Unvermögen um die Ohren haute. Und so eine Wiederholung will die CDU-Vorsitzende nun verhindern.

Und das geht doch besser:

Wenn man die ARD abschalten würde, wäre das kein Problem für die Vielfalt und Ausgewogenheit, denn das ZDF liefert exakt das gleiche Meinungsglutamat wie die ARD. Aber wenn man alternative Medien verbiete, fehlte ein wichtiger Teil des Spektrums, der nur dort vorkommt.

  • Wäre es nicht überhaupt besser, wenn wir ständig eine Meinungsvielfalt präsentiert bekämen, statt die Informationen nach unseren Ansichten in unserer Filterblase zusammenzusuchen?
  • Wäre es nicht besser, wenn in Zeitungen verschiedene Interpretationen verschiedene politische Ansichten der Realität nebeneinander stehen würden?
  • Wäre das nicht demokratischer, als das bestehende Klipp Klapp von Springer-Presse und Funke Medien Gruppe?
  • Wäre es nicht besser, wenn man die Realität des Mediensystems an den Anforderungen mäße, was es leisten soll, statt so zu tun, als ob es so, wie es ist, gut sei und immer bleiben solle?
  • Wie ist es möglich, dass sich der Medienbetrieb in seiner Meinung so verengt hat, dass Kritik mit immer der gleichen Verunglimpfung beantwortet werden kann?
  • Wie ist es möglich, dass jeder, der nicht zufrieden ist mit dem realexistierenden Zustand nicht mit den Etiketten Lügenpresse-Rufer, Verschwörungstheoretiker, Populist, Antiamerikaner, Antisemetit und ähnlichem denunziert wird?
  • Wäre es nicht ein Indikator für eine gesunde Pressevielfalt, wenn sich die Medien und Journalisten untereinander mit Schimpfworten belegten, statt das Publikum?
  • Wäre es nicht ein Beleg für Ausgewogenheit, wenn die meisten eine Vielfalt konstatieren würden und sich der Rest gegenseitig in gleichem Maße beschuldigt, unausgewogen zu sein?
  • Wäre es nicht besser, wenn die Bevölkerung darüber bestimmen würde, ob die Medien ihre Aufgabe erledigen?

Das Internet bietet große Möglichkeiten, die Ansichten der Bevölkerung in die Gestaltung der Medien einfließen zu lassen. Die werden überhaupt nicht genutzt. Stattdessen sind die Sender genau das: Sender. Ohne Empfangseinrichtungen.

Und die Zeitungen sind nicht besser.

  • Wäre es nicht besser, es gäbe eine Diskussion darüber, ob unser Mediensystem seine Aufgabe erledigt, und wenn diese Diskussion, die zum Beispiel in den Öffentlich-rechtlichen Medien stattfinden könnte, Konsequenzen in der praktischen Durchführung hätte?
  • Wäre es nicht an der Zeit einzusehen, dass ein Mediensystem nur dann ein gutes Mediensystem ist, wenn es staatliche, gesellschaftliche und wirtschaftliche Macht kontrolliert und kritisiert?
  • Wären all diese Erkenntnisse nun eigentlich nicht bereits so weit gereift, dass strategisch fundierte Konsequenzen folgen können?

Liebe Leser, die Meinungs-und Pressefreiheit ist für die Demokratie zu wichtig, um sie Eliten zu überlassen.

Tolle Idee ..... Man könnte einen Topf schaffen und die GEZ Gelder von der Bevölkerung verteilen lassen. Die Bevölkerung könnte darüber bestimmen, welches Medium seine Arbeit gut macht, sachlich richtig und kritisch informiert, unabhängig ist, wichtige Themen aufbringt usw. Die Chefredakteure und Intendanten könnten vom Publikum gewählt werden. Das würde dazu führen, dass die Führungskräfte der der Medien sich am Publikum abgleichen würden, statt an der Politik.

Freie Medien sind für eine Demokratie unverzichtbar. Und Freiheit bedeutet eben nicht, dass die mit dem meisten Geld und dem meisten Einfluss darüber bestimmen, was in den Medien präsentiert wird – sondern, dass der Marktplatz stattfinden kann und stattfindet.

Autor:

Mike Picolin aus Gera

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