Die Bahn und die Milliarden
Ende 2019 wird die Deutsche Bahn 3 Milliarden Miese auf der Uhr haben

Ein Buch geschrieben von Arno Luik
296 Seiten
Paperback
Format: 21,5 x 13,5 cm
1. Auflage
Erscheinungsdatum: 02.09.2019
ISBN 978-3-86489-267-7
  • Ein Buch geschrieben von Arno Luik
    296 Seiten
    Paperback
    Format: 21,5 x 13,5 cm
    1. Auflage
    Erscheinungsdatum: 02.09.2019
    ISBN 978-3-86489-267-7
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Das Management der Deutschen Bahn ist nicht unfähig nein, ganz im Gegenteil sie macht einen super Job, allerdings für die Konkurrenz.

Zu diesem provokanten Schluss kommt man, wenn wir uns ansehen, wo sämtliche Bahnmanager im Vorfeld beschäftigt waren.

Daimler-Benz ist die Antwort, Heinz Dürr war bei Daimler-Benz im Vorstand, bevor er als erster Manager der Deutschen Bahn AG wurde. Johannes Ludewig war Mehdorns Büroleiter bei Daimler-Benz und Hartmut Mehdorn war von 1999 bis 2009 Manager des Daimler-Benz Imperiums. Auch der gegenwärtige Manager der Deutschen Bahn Rüdiger Grube ist ein Ex Daimler-Benz Kandidat.
Die Deutsche Bahn AG wurde offenbar von den ehemaligen Daimler-Benz Mitarbeitern an den Ort gebracht, wo sie heute steht. Auf dem Abstellgleis“

Bahnhöfe und Strecken wurden stillgelegt, Busse wurden angeschafft, hier darf man raten von welcher Firma, und man wurde mit dem Kauf von Schenker zum größten Spediteur im Land. "Die Bahn fährt LKW".

Diese Methode ist nicht neu.

Das alles erinnert ein wenig und kopiert den 1973 aufgedeckten amerikanischen Straßenbahnskandal. Unter der Führung von General Motors kaufte das Unternehmen zusammen mit Standard Oil, Philipp Petroleum und Firestone in 45 Großstädten der USA den öffentlichen Nahverkehr auf um Ihn im Anschluss zu verschrotten. 70 000 Gleiskilometer wurden einfach stillgelegt. Wie sollten die Menschen jetzt ihre Ziele erreichen? Mit Benzinbetriebenen Bussen.
Wer in diesem Kartell zum Zug kommen wollte, musste also Busse bauen. Die Nutzfahrzeughersteller MAX, Trucks und Maschinenbauunternehmen machten ein gigantisches Geschäft.

Als 1973 diese Verschwörung aufgeflogen ist, war bereits alles in Sack und Tüten und jede amerikanische Großstadt steckt heute im Stau.

Ob das auch in Deutschland so läuft?

Dann sollten wir uns die Deutsche Bahn Spedition DB Schenker genauer ansehen. Das Unternehmen macht 16,4 Milliarden Euro Umsatz, beschäftigt ca. 72 000 Menschen und ist international im Transport geschafft sehr erfolgreich. Wer sich als Kunde für DB Schenker entscheiden will, kann sich auf deren Seiten für Transporte mit dem LKW oder mit dem Schiff, Spezialtransporte oder Luftfracht informieren. Was auf den Seiten von DB Schenker nicht zu finden ist, sind Transporte mit der Bahn.

Was wir heute täglich auf den Deutschen Autobahnen sehen ist, die LKW nehmen den rechten Streifenrand in Beschlag. Die mittlere kann man nur dann nutzen, wenn diese nicht von den LKW für Elefantenrennen benutzt werden.  Die immer schwereren LKW zerstören das komplette Straßennetz, was wiederum zu unzähligen Baustellen führt. Wo bleibt die Diskussion der Verkehrsvermeidung und der Umweltschädlichen Belastung auf den Straßen Europas?

Der Bundesverkehrsminister Alexander Dobrint skizzierte die Prognose für die Zukunft:

Wir haben beim Güterverkehr bis zum Jahr 2030 eine Erhöhung um 38% zu verzeichnen, wir haben im Personenverkehr bis zum Jahr 2030 eine Erhöhung um 13% zu verzeichnen“ es sind die BASISDATEN“

Und mit diesen BASISDATEN kann sich Daimler-Benz entspannt zurücklehnen und kann sagen.... läuft….

Det läuft gell, auch wenn der Rest nur steht…. Deshalb kann offenbar der Konzern das besorgniserregende Papier des  Bundesrechnungshofes bedenkenlos zurückweisen.

An Dieser Stelle möchte ich auf ein Buch " Schaden in der Oberleitung" verweisen.

Beschreibung:

Das Desaster der Deutschen Bahn ist kein Versehen. Es gibt Täter. Sie sitzen in Berlin. In der Bundesregierung, im Bundestag. Und seit Jahren im Tower der Deutsche Bahn. Kritik an der Deutschen Bahn bleibt oft stehen bei lustigen Englischfehlern, falschen Wagenreihungen oder ausfallenden Klimaanlagen. Doch die Malaise liegt im System: Seit der Bahnreform im Jahr 1994, nach der die Bahn an die Börse sollte, handeln die Bahn-Verantwortlichen, als wollten sie die Menschen zum Autofahrer erziehen. Arno Luik, einer der profiliertesten Bahn-Kritiker, öffnet uns mit seinem Buch die Augen. Konkret geht es um Lobbyismus, Stuttgart 21, um Hochgeschwindigkeitszüge, um falsche Weichenstellungen, kurz: um einen Staatskonzern, der außer Kontrolle geraten ist. 10 Milliarden jährlich pumpen wir Steuerzahler in die Deutsche Bahn - dafür ist sie dann in 140 Ländern der Welt im Big Business tätig. Aber hierzulande ist die Bahn eine echte Zumutung: Die Züge fahren immer unpünktlicher, oft fahren sie gar nicht und manchmal sind sie ein Risiko für unser Leben. "Ich würde Sie ja gerne hauen. Aber Schläge bringen nichts, Sie bleiben ja doch bei Ihrer Meinung." Bahnchef Hartmut Mehdorn zu Arno Luik, 2007

Autor:

Mike Picolin aus Gera

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