Volkmar Vogel zur Novellierung des Waffengesetzes
„Nicht übers Ziel hinausschießen“

„Bei der Umsetzung der EU-Feuerwaffenrichtlinie in nationales Recht dürfen wir die Belange der Sportschützen und Jäger nicht aus den Augen verlieren“, sagt Volkmar Vogel, Bundestagsabge-ordneter aus Ostthüringen.

Positiv ist, dass Nachtsichtgeräte und Schalldämpfer für Jäger zugelassen sind. „Das halte ich trotz aller Kritik für richtig“, so Volkmar Vogel. Nichtsdestotrotz muss noch nachgebessert werden. Dem aktuellen Entwurf zufolge müssen Sportschützen künftig mit jeder ihrer Waffen 18 Schießtage nachweisen. „Das ist für viele Sportschützen, die meist mehrere Waffen besitzen, schlicht nicht machbar“, weiß der Bundestagsabgeordnete und sagt: „Besitzt ein Sportschütze beispielsweise sieben Langwaffen, muss es ausreichen, wenn er 18 Schießtermine mit einer Langwaffe jährlich absolviert.“ Auch der Deutsche Schützenbund spricht sich für den Nachweis der schießsportlichen Aktivität je Gattung Kurz- oder Langwaffe statt je Waffe aus.

Der Bund Deutscher Sportschützen (BDS) kritisiert das geplante Verbot großer Magazine, durch das der dynamische Schießsport IPSC, eine der größten Schießsportarten Deutschland, quasi nicht mehr möglich wäre. Auch der Bund Deutscher Kriminalbeamte (BDK) bezweifelt, dass Restriktionen in Bezug auf Salut- oder Dekorationswaffen, Nachbauten von historischen Vorderladern sowie Verbot großer Magazine die Waffenkriminalität verringert. „Das ist vielmehr auch Traditionspflege“, so Volkmar Vogel.
Der CDU-Bundespolitiker sagt: „Wir dürfen kein Bürokratiemonster erschaffen, sondern brauchen klare und sinnvolle Regelungen.“ Das deutsche Waffenrecht sei bereits jetzt eines der schärfsten weltweit, weiß Volkmar Vogel und betont: „Wir dürfen mit der Novellierung nicht übers Ziel hinausschießen.“

„Wir müssen aufpassen, dass wir mit den Regelungen nicht unsere Sportschützen und Jäger indirekt kriminalisieren. Jäger sind Heger und Pfleger unserer Kulturlandschaft und brauchen unsere Achtung und Unterstützung. Sportschützen nehmen an Wettkämpfen teil oder organisieren sich in traditionsverwurzelten Vereinen wie der Privilegierten Schützengesellschaft Gera 1660 e.V, dem Privilegierten Schützenverein zu Triebes gegr. 1864 e.V oder dem Schützenverein Windischleuba 1853.

Autor:

Sabine Theiß aus Gera

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