Regierung Ugandas schürt Hass

Eigentlich war das Vorhaben bereits vom Tisch: die Verschärfung der Strafrechtsbestimmungen für Homosexualität in Uganda. Doch nun hat die Regierung die Stimmung gegen die Andersliebenden wieder pogromartig angeheizt.
Bereits jetzt drohen lesbisch und schwul lebenden Menschen in diesem afrikanischen Land lange Haftstrafen. Geht es nach den Vorstellungen von Parlamentspräsidentin Rebecca Kadaga, so sollen die Strafen bis Ende des Jahres drastisch weiter erhöht werden. Sie bezeichnet dies als ein "Weihnachtsgeschenk" für Uganda. Selbst das Vermieten von Wohnungen an Homosexuelle soll kriminalisiert werden. Und auch die Todesstrafe wird in Betracht gezogen.

Hinter dieser Entwicklung stehen einerseits fanatisch-christliche Gruppen und Personen, die systematisch den Hass gegen homosexuell Liebende schüren. Andererseits befindet sich die Ugandische Regierung in einer selbstverschuldeten Krise und nutzt das Thema, um von eigenem Versagen abzulenken.

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