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Rund 800 Jahre Geraer Stadtgeschichte auf 100 Seiten. Stadtmuseum gibt dritten Band der Schriftenreihe „Geraer Hefte zur Geschichte, Archäologie und Volkskunde“ heraus

Wo: Stadtmuseum, Museumsplatz 1, 07545 Gera auf Karte anzeigen
Ute Heckmann, Leiterin des Stadtmuseums, mit dem neuen Heft.
Ute Heckmann, Leiterin des Stadtmuseums, mit dem neuen Heft.
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Im Stadtmuseum Gera ist der dritte Band der Schriftenreihe „Geraer Hefte zur Geschichte, Archäologie und Volkskunde“ erschienen. In gewohnter Weise bietet die Zeitschrift auf 100 Seiten einen Mix an Beiträgen aus rund 800 Jahren Stadtgeschichte. Am weitesten in die Geschichte zurück führt der Beitrag über die Ausgrabungen im Jahr 2006 zur alten Johanniskirche vor dem Goethe-Gymnasium/Rutheneum seit 1608.

Ein umfangreicher Beitrag bietet neue Erkenntnisse zum Verlauf des Kapp-Putsches in Gera im März 1920. Das Thema ist noch immer überwiegend durch das Geschichtsbild der DDR geprägt, das der Kommunistischen Partei die führende Rolle bei der Bekämpfung des Putsches zuschrieb.

Zwei Beiträge behandeln Bausteine der örtlichen Industriegeschichte. Vorgestellt wird zum einen die erste Geraer Maschinenbaufabrik Moritz Jahr und ihr bis in die Gegenwart reichendes Wirken. Zum anderen gibt es eine Übersicht der örtlichen elektronischen Industrie.

Drei Personen stehen im Mittelpunkt weiterer Berichte: der Niederländer Nicolaus de Smit, der 1860 in Gera geborene Physiker Otto Lummer und der Aufenthalt des umstrittenen Johann Bessler im Jahr 1712 in Gera, der angeblich ein Perpetuum Mobile erfunden und in Gera erstmals öffentlich vorgeführt hat. Mit dem Schicksal von Lehrern der Heimvolkshochschule Gera-Tinz befasst sich der Beitrag des Potsdamer Professors Mario Keßler. Er zeichnet ihren weiteren Lebensweg nach der Schließung der Schule durch die Nationalsozialisten im Jahr 1933 nach.

Das Stadtarchiv gibt schließlich einen Überblick über die zurzeit dort zur Verfügung stehenden Nachlässe bekannter und weniger bekannter Geraer Persönlichkeiten.

PS: Wer sich für das Heft interessiert, dem sei auch die aktuelle Sonderausstellung im Stadtmuseum empfohlen:

http://www.meinanzeiger.de/gera/kultur/mit-volldampf-in-die-neue-zeit-neue-sonderausstellung-im-stadtmuseum-gera-gibt-querschnitt-durch-200-jahre-geraer-industriegeschichte-d10321.html

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