Wir müssen gemeinsam gegen die wieder wachsende atomare Aufrüstung kämpfen

Oder wollen wir dann wieder sagen: Wir haben es nicht gewusst, keiner hat es gewusst.

Doch die Wahrheit ist: Keiner hat es wissen wollen, selbst wer es hätte wissen können, hat es nicht wissen wollen, selbst wer es wissen konnte, wollte nichts davon wissen.

Die Deutschen sollen vermutlich langsam aber beständig auf das noch Undenkbare, das Inakzeptable vorbereitet werden um es dann einfach so hinzunehmen.

Die Stationierung neuer US-Atomwaffen in Büchel beginnt

In der Panorama-Sendung (ARD) am Donnerstag, dem 2.2.2017 kam Ulrich Kühne zu Wort: Zitat...

„Man droht im Grunde mit einem kalkulierten Selbstmord. Aber je sicherer man diesem Selbstmord droht, mit der Willigkeit zu sagen, es bleibt mir nichts anderes übrig, desto mehr schreckt man die andere Seite ab, genau das zu unternehmen, was man selber nicht möchte…“ Ulrich Kühn führte weiter aus: „Sollte sich in den nächsten Jahren die Sicherheitslage in Deutschland und Europa deutlich weiter negativ verändern, sprich Russland weiter den Frieden in Europa bedrohen und die Amerikaner sich gleichzeitig zurückziehen, dann möchte ich nicht ausschließen, dass man auch in Deutschland damit anfängt, darüber nachzudenken, wie man sich wirklich verteidigen muss.“ Die Panorama-Sprecherin klang etwas hilflos, als sie sagte: „Es ist ein sensibles Thema – unpopulär und heikel – das angesichts des neuen Mannes im Weißen Haus leider schneller als gedacht aktuell werden könnte.“

Ulrich Kühne Stanton Nuclear Security Fellow am Carnegie Endowment for International Peace / Wissenschaftler.

Die Friedensbewegung hat vor 60 Jahren schon einmal die Atombewaffnung der Bundeswehr verhindert:

58 führende Professoren um Otto Hahn und C.F: v. Weizsäcker, veröffentlichten am 12. April 1957 den Appell „Kampf dem Atomtod“, der die Anti-Atom-Bewegung und die Ostermärsche mit auf den Weg brachte. Die Friedensbewegung durchkreuzte die Pläne von CSU-‚Verteidigungs’minister Strauß und CDU-Kanzler Adenauer, die Bundeswehr atomar aufzurüsten.

Zitat aus dem Appell der Nuklearwissenschaftler: „Für ein kleines Land wie die Bundesrepublik glauben wir, daß es sich heute noch am besten schützt und den Weltfrieden noch am ehesten fördert, wenn es ausdrücklich und freiwillig auf den Besitz von Atomwaffen jeder Art verzichtet. Jedenfalls wäre keiner der Unterzeichnenden bereit, sich an der Herstellung, der Erprobung oder dem Einsatz von Atomwaffen in irgendeiner Weise zu beteiligen.“

Dieser Appell wird 2017 und in den Folgejahren wieder aktuell. Die Friedensbewegung hat schon 50er, 60er und 80er Jahren mit der Strategie „Gegen die atomare Bedrohung gemeinsam vorgehen“ Erfolge erzielt: Daraufhin erhielt die Bundeswehr keine Atomwaffen. In den 80er Jahren zog die Nato die Pershing II- und Cruise-Missile-Lenkflügel-Atomraketen aus Westeuropa wieder ab, nachdem die hunderttausendfach getragenen Friedensdemonstrationen in diesem Land eine Stimmung erzeugten, die auf konservativer Seite die Befürchtung aufkommen ließ, dieses Land könnte durch die Massenbewegung von unten unregierbar werden.

Es geht um Deutschland und das Leben in ganz Europa welches zunehmend durch das Handeln der Regierungen gefährdet wird. Kommt es dann zu einem Konflikt mit diesen Waffen..... ja aber niemand kann sagen wir hätten es gewollt. Sicher keiner hat es gewollt, alle haben es nicht gewollt, wir hätten es aber wissen müssen.......das es geschehen kann.

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