Crystal wurde unterschätzt. Mittwoch Weltdrogentag

Ramona Meyer in einem Beratungsgespräch. Die Ambulante Drogenhilfe „Chamäleon“ berichtet am 26. Juni in der Innenstadt von Jena über ihre Arbeit.
  • Ramona Meyer in einem Beratungsgespräch. Die Ambulante Drogenhilfe „Chamäleon“ berichtet am 26. Juni in der Innenstadt von Jena über ihre Arbeit.
  • hochgeladen von Steffen Weiß

Am Mittwoch, dem 26. Juni, ist Weltdrogentag. „Es ist traurig, dass es diesen Tag gibt. Und dennoch wichtig, um auf die unterschiedlichen Situationen und Bedingungen aufmerksam zu machen, die mit dem Drogenkonsum direkt und indirekt verbunden sind“, meint Ramona Meyer, Teamleiterin der Ambulanten Drogenhilfe „Chamäleon“ in Jena, eine Einrichtung des DRK-Kreisverbands Jena-Eisenberg-Stadtroda . So werden die Mitarbeiter einschließlich der Praktikantin auch Mittwoch wieder mit einem Stand in der Löbderstraße bis 20 Uhr vertreten sein und von ihrer Arbeit berichten.

„Selbst wir Fachleute haben den Crystal-Konsum unterschätzt, besonders auch die Nachfolgen“, konstatiert Ramona Meyer und spricht dabei von körperlichen, geistigen und sozialen Einschränkungen. Crystal sei die Droge, die angeblich fit hält, die unserem Zeitgeist mit seinem schnellen Tempo entspricht. Den Einstieg zu Crystal finden nach Meyers Erfahrungen nicht nur junge Menschen, sondern auch viele Erwachsene, die erfolgreich im Beruf stehen. Herzbeschwerden, Nervenbeschädigungen, Konzentrationsschwierigkeiten. „Man kann sogar psychotisch von Crystal werden“, erklärt sie.

„Jede Droge ist ein Rauschgift. Das Grundwort ist Gift und das Bestimmungswort ist Rausch. Es gibt keine Droge, die nicht in einem Lebensbereich Folgen hat und Schäden anrichtet. Sich für Drogen zu entscheiden, heißt eher zu sterben“, weiß sie und verweist darauf, dass Drogen auch weiterhin unser Leben bestimmen werden, weil damit viel Geld verdient wird. Zudem blieben im heutigen Gesellschaftssystem immer wieder Menschen auf der Strecke, unabhängig vom Beruf und Einkommen. Von daher könne man als Beratungsstelle „nur“ aufklären und betroffenen Menschen und deren Angehörigen Hilfe und Unterstützung für jegliche Alltags- und Lebenssituationen geben. Und was die Beratungsstelle nicht selbst leisten kann, vermittelt sie an weitere Kooperationspartner, wie beispielsweise Ärzte, Kliniken, Reha-Einrichtungen, Psychologen, Schuldnerberater, Rechtsanwälte und Ämter.

Ambulante Drogenhilfe „Chamäleon“
Paradiesstraße 3
07743 Jena
Geöffnet montags bis freitags 8 bis 16 Uhr, dienstags und donnerstags bis 18 Uhr; bei Bedarf auch außerhalb der offiziellen Öffnungszeiten.
Telefon 03641/239540
www.drk-jena.de

Autor:

Steffen Weiß aus Gera

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