Anzeige

Nie zu jung für die Sauna

Wo: kneipp-kindergarten, 07548 Gera auf Karte anzeigen
Nach dem Schwitzen gibt's in der Küche etwas zu trinken.
Nach dem Schwitzen gibt's in der Küche etwas zu trinken.
Anzeige

Interview mit Fachärztin für Kinderheilkunde Ingrid Schlonski zu Thema Saunieren im Kindesalter

Gera. Fröhlich, mit geröteten Wangen, sitzen Nele, Maja, Fabian und Ronja in der Sauna und schwitzen. Regelmäßige Saunagänge gehören in ihrem Kneipp-Kindergarten „Am Maulwurfshügel“ in Scheubengrobsdorf zum inhaltlichen Konzept. Die dreijährigen „Sonnenscheinchen“ fühlen sich sichtlich wohl. Ein paar Minuten, dann geht es unter die kühle Dusche. Im Anschluss gibt es in der Teeküche einen Schluck zu trinken. Im Ruheraum geht es mit einem Stück Obst und einer Kuscheldecke ab auf die Matratze, ehe später der zweite Saunagang ansteht.
Der AA Gera fragte bei Kinderärztin Dipl. Med. Ingrid Schlonski zum Thema Kindersauna als Gesundheitsfaktor nach.

Befürworten Sie das Saunieren im Kindesalter?
Grundsätzlich ja. Unter Beachtung einiger wichtiger Aspekte ist das eine gute, präventive Maßnahme für die Gesundheit der Kinder.

Ab welchem Alter sollte man beginnen?
Ohne Probleme ab drei Jahre, das ist optimal. Man kann aber durchaus auch jüngere Kinder schon vorsichtig an das Schwitzen heranführen.

Welche Temperatur würden Sie empfehlen?
Eine Einstiegstemperatur von 60 Grad ist ausreichend. Ob es wärmer sein darf, müssen Eltern bzw. Erzieher mit der Zeit herausfinden. Das individuelle Wohlfühlen des Kindes steht dabei immer im Vordergrund.

Muss etwas beachtet werden, bevor es in die Sauna geht?
Die Kinder sollten vorher duschen, sich wieder gut abtrocknen und auf warme Füße achten. Wichtig außerdem: sie sollten keinen fieberhaften Infekt haben.

Wie lange und wie oft ist ratsam?
Einmal in der Woche. Dann zwei oder drei Durchgänge idealer Weise von 3 bis 5 Minuten, auf keinen Fall länger als zehn Minuten. Kühl abduschen.
Zwischen den Gängen unbedingt längere Zeit ruhen und wirklich nur einen Schluck trinken, denn sonst geht der Effekt des Entschlackens teilweise verloren. Erst am Ende ausreichend Flüssigkeit ‚tanken’.

Was bewirkt ein regelmäßiger Saunabesuch?
Durch das Schwitzen werden Haut, Schleimhäute und innere Organe zur besseren Durchblutung angeregt, das Herz-Kreislaufsystem trainiert, der Körper scheidet Stoffwechselprodukte aus.
Das stärkt das Immunsystem, Infekte werden vermieden, bei Erkrankungen der oberen Atemwege erfolgt eine schnellere Genesung. Schwitzen in der Sauna reinigt die Haut, ist gut gegen Hauterkrankungen wie zum Beispiel Neurodermitis. Bei kräftigen Kindern regt es den Stoffwechsel an, hyperaktive Kinder werden ruhiger.

Wer sich bei seinem Kind nicht sicher ist…?
Mein Tipp: immer den behandelnden Kinderarzt um seinen Rat fragen.

Nach dem Schwitzen gibt's in der Küche etwas zu trinken.
Nele, Maja, Fabian und Ronja (alle 3 Jahre alt) freuen sich auf den regelmäßigen Saunagang  in ihrem Kneippkindergarten in Scheubengrbosdorf.
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige