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Vom Konsumenten zum Produzenten. Waldorfschule Gera: Musizieren fördert Fähigkeiten in Mathematik und Lesen

Wo: Waldorfschule, Otto-Rothe-Straße, 07549 Gera auf Karte anzeigen
Tim, 7. Klasse, spielt Geige im Orchester der Waldorfschule Gera. Seit diesem Jahr arbeitet die Schule mit der Musikschule zusammen.
Tim, 7. Klasse, spielt Geige im Orchester der Waldorfschule Gera. Seit diesem Jahr arbeitet die Schule mit der Musikschule zusammen.
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Seit diesem Jahr hat die Waldorfschule Gera ein eigenes Orchester. Klassenübergreifend von der sechsten bis neunten Klasse wird in Zusammenarbeit mit der Musikschule Gera geprobt.

Auf die Frage „Warum so viel Musik?“ antwortet Klassen- und Englischlehrer Thomas Bisinger „Die Schüler werden dadurch vom Musikkonsument zum Musikproduzent“. Für ihn liegt es klar auf der Hand, dass die Schüler Musik dadurch anders hören und wertschätzen können - es werde kunstsinniges Publikum herangezogen. Zudem ist das Musizieren im engen Zusammenhang mit der Mathematik zu sehen. „Musikalische Schüler sind auch gute Mathematiker und Leser“, erklärt der Waldorflehrer.

Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf hat jüngst eine Studie veröffentlicht. Im Ergebnis wurde Waldorfschülern bescheinigt, dass sie im Vergleich zu Schülern an staatlichen Schulen mit mehr Begeisterung lernen, sich weniger langweilen, sich individuell gefördert fühlen und lernen, ihre Stärken zu kennen. Bisinger kann das bestätigen: „Unsere Schüler kommen mit einer gewissen Freude zur Schule. Auch dann, wenn ihnen etwas abverlangt wird“. Ebenso werden in der Studie den Waldorfschülern überdurchschnittliche Ergebnisse in den Naturwissenschaften bestätigt. Bisinger wundert sich nicht. Naturwissenschaften werden an der Geraer Waldorfschule "ans Leben angeschlossen" unterrrichtet. Zuerst werden anschauliche Experimente durchgeführt und dann erst folgt die Theorie mit den Naturgesetzen. „Auf diesem Weg kann selbst Chemie begeistern“, bestätigt Bisinger.

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