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Der Nebel um digitale Währungen
Wenn hätt ich kommt, ist hab ich weg

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Denken wir doch bitte einmal an die Börsen euphorische Dot-Com-Blase die sich vor knapp 20 Jahren weltweit aufbaute. Der Bitcoin ist in diesem Zusammenhang ein wiederkehrendes Phänomen.

Zu sehen ist wieder einmal, dass wenn die Gewinnaussicht eines Schneeballsystems groß genug ist, der Verstand bei vielen Mitmenschen aussetzt. Wir sehen das Investitionswillige ihr letztes Geld zusammenkratzen oder auch Kredite aufnehmen um mit der Aussicht auf gigantische Gewinne einer sorgenfreien Zukunft entgegenfiebern. Doch Verstehen die allermeisten nicht worin sie Investieren. Die meisten Menschen haben nicht einmal eine grobe Ahnung von diesem Thema. Grundbegriffe wie Kryptisch, Blockchain oder Algorithmus vermitteln den Anlegern eine hohes Expertiesennivou aber verstehen tut es kaum jemand. Wurde den Derivaten Anlegern bei den Banken vor den Crash 2008 nicht auch mit Begriffen „Leverage Effekt“, „Cap and Flors“, „reverse floater“ oder „Total Return“ eine hohe Intelligenz und Sicherheit vorgegaukelt?

Wir haben doch gesehen, dass das Risiko einer Kapitalanlage in der Zukunft liegt. Heute motivieren sich Menschen in einer Rückschau und meinen: hätte man 2012 2013 ein kleines Vermögen in diesen Bitcoin angelegt, könnte man heute über eine schöne Geldsumme verfügen. Man hört es immer wieder „hätte ich“, „hätt ich nur“ …. Es ist ein vernebelter Denkprozess, der bei vielen Mitmenschen einsetzt, denn wenn hätt ich kommt, ist hab ich weg.

Doch worin liegt denn nun das Risiko?

Es heißt doch das Sicherheitsargument für den Bitcoin, soll die mathematische Begrenzung der Geldmenge sein. Somit wäre das Inflationsrisiko eliminiert. Der Kurs der verschlüsselten Währung ergibt sich somit aus der reinen Nachfrage gegenüber dem klar begrenzten Maximalangebot. Die Aufblähung der Geldmenge wie sie vom normalen Bankensystem unter fragwürdigen Umständen fabriziert wird, fällt demnach weg. So zumindest Argumentieren es die Kryptobeführworter. Also wissen wir jetzt, dass die Anzahl des Bitcoin in der Geldmenge mathematisch begrenzt ist, aber die Anzahl der möglichen Konkurrenz Kryptowährungen ist es nicht. Zurzeit gibt es ca. 1300 Kryptowährungen. Es zeigt sich doch, dass somit die Gesamtgeldmenge nach dem Muster des Bitcoins dann doch nicht begrenzt ist. Interessant ist, dass in den Medien bei der Benennung der 1300 Konkurrenzwährungen eine Art Bestätigung der angeblich guten Idee des Bitcoin vorgegaukelt wird.

Ist es beruhigend oder ist darin ein Alarmsignal zu erkennen?

Ein Kurszusammenbruch des Bitcoin könnte schnell inszeniert werden, und zwar vom Bankensystem selbst. Zum Beispiel installiert man mit wenigen Millionen Euro und legt eine neue Medial gepuschte Kryptowährung auf, um die Krypto-Junkies auf den neuen einfahrenden Zug zu locken. Die damit verbundenen Kusschwankungen könnten das Vertrauen in diese Anlageform zerstören.
Es ist zu hören und zu lesen, dass der Bitcoin das Zentralbankensystem schwer zu schaffen macht. Es gehört schon eine große Portion an Naivität dazu zu glauben, dass das Bankensystem sich diese Macht nehmen lassen würde.

Fazit: Der Bitcoin ist als verlässliche Wertanlage instabil.

Nationaler Währungen basieren auf realer Produktivität und der Leistungsfähigkeit einer Volkswirtschaft. Bei einer Digitalwährung gibt es keine ökonomischen Grundregeln. Es ist nur eine Art euphorisches vertrauen. Die Argumentation, dass kryptische Währungen für Kriminelle und die Umgehung staatlicher Beschränkungen des Kapitalverkehrs eingesetzt werden können, ist im übrigen völliger Unsinn. Die Machtstrukturen oberhalb unserer politischen Repräsentanten verstoßen auch mit den regulierten Währungen gegen diese regeln. Mit diesen billigen Klischees kann man die einfachen Menschen erreichen.

Es kann durchaus sein, dass der Bitcoin weiter steigt, ja sogar explodiert. Aber der Crash ist zu jeder Zeit von einer zur anderen Sekunde möglich, auch jetzt in diesem Moment oder wenn sie schlafen. Für einen kurzfristigen Ausstieg ist es dann zu spät. Das gilt für alle digitalen Währungen.

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