Mein Museum: DDR-Museum "Am Mohren"
An den Alltag erinnern

Toaster, Besteck, Geschirr – alles in der voll eingerichteten Küche stammt aus ­DDR-Bestand. Das Schränke-Öffnen ist ausdrücklich erlaubt.
15Bilder
  • Toaster, Besteck, Geschirr – alles in der voll eingerichteten Küche stammt aus ­DDR-Bestand. Das Schränke-Öffnen ist ausdrücklich erlaubt.
  • Foto: Walter
  • hochgeladen von Maximilian Walter

Das Gothaer DDR-Museum „Am Mohren“ ­spiegelt den Alltag der DDR-Bürger wider. Empfohlen von Bernd Biedermann, Kurator und Leiter.

Was gibt‘s Musehenswertes?
Die Idee hinter dem Museum ist, den Alltag in der DDR darzustellen. Ich möchte nicht, dass die Menschen, vergessen, wie sie gelebt haben, welche Gegenstände benutzt wurden. Es soll kein politisches Museum sein, ich will nichts verherrlichen. Es ist ein kleines, privates Museum, das von Spenden lebt. Ich will die Leute erinnern. Gezeigt wird alles, was mit Alltag zu tun hat. Von der eingerichteten Küche, über das Wohnzimmer bis zum Büro, Spielzeug, Fototechnik, Orden, Zeitschriften und mehr.

Woran führt kein Weg vorbei?
Am Tag des offenen ­Museums sind besonders die ­ausgestellten Fahrzeuge sehr beliebt, egal ob Polizeiauto, Moped oder Trabant. Die werden mir für diesen Tag zur Verfügung gestellt.

Außer der Reihe:
Einmal im Jahr feiern wir ein Hoffest. 2018 hatten wir über 300 Gäste. 2019, zum sechsten Geburtstag, kamen immerhin 180. Insgesamt hatten wir bereits 4000 Besucher. Das klingt ­wenig, aber wir haben auch nur einmal im Monat ­geöffnet.

Museum zum Anfassen:
Alles das, was offen dasteht, darf angefasst werden. Auch die Schränke in der Küche und im Wohnzimmer dürfen geöffnet und ihr Inhalt ­begutachtet werden.

Ihr liebstes Stück?
Sehr viele Stücke stammen aus der eigenen Familie, an denen hängt man natürlich besonders. Meine Uniformen von der Armee sind beispielsweise ausgestellt oder die Schrankwand von 1976 aus der ersten Wohnung. Und dann ist da noch ein ­ferngesteuertes Modellauto aus den 50er-Jahren, das sehr wertvoll ist. ­Entsprechend steht das nur in der Vitrine.

Sind auch Kinder hier ­museumsreif?
Selbstverständlich! In den Ausstellungsräumen gibt es eine Ecke mit altem Spielzeug: Autos, Brettspiele und vieles mehr. Mit diesem darf auch gerne gespielt werden.

Museums-Rundgang:
Wenn man interessiert ist, kann man gut zwei Stunden verbringen. Es stehen auch viele alte Bücher und Zeitungen da, in denen die Besucher lesen können. Dann bleibt man natürlich länger.

Museum zum Mitnehmen:
Es gibt einen Flyer, den sich die Besucher mitnehmen können. Viele Ausstellungsstücke habe ich auch doppelt, die gebe ich gerne gegen eine kleine Spende ab. Gefragt sind beispielsweise die alten Küchengeräte.

Museum For You:
Viele Besucher kommen aus den Niederlanden. Aber auch Österreicher, Schweizer und eine Studentin aus den USA waren bereits zu Gast.

Protokoll: Maximilian Walter

Autor:

Maximilian Walter aus Gotha

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.