Serie: Hohe Kunst
Die Feste im Kirchenjahr in der Dreifaltigkeitskirche Finsterbergen

Dass Pfingsten über der Kanzel liegt, hat seinen Grund. Die Taube mit dem Lichtstrahl symbolisiert den Heiligen Geist, der quasi über dem Kopf des Pfarrers in seiner Predigt wirken soll. Pfingsten über der Kanzel sagt uns auch: In der Predigt begegnet uns das geistvolle Wort.
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  • Dass Pfingsten über der Kanzel liegt, hat seinen Grund. Die Taube mit dem Lichtstrahl symbolisiert den Heiligen Geist, der quasi über dem Kopf des Pfarrers in seiner Predigt wirken soll. Pfingsten über der Kanzel sagt uns auch: In der Predigt begegnet uns das geistvolle Wort.
  • hochgeladen von Michael Steinfeld

Für diese wunderschönen Decken legen wir gerne ­unseren Kopf in den Nacken und werfen den Blick nach oben. In der Dreifaltigkeitskirche Finsterbergen schauen Pfarrer Dr. Gregor Heidbrink und die ­Gemeindemitglieder Werner Hartwich, Hans Rehwald und Peter Ellenberger nach oben.

Weihnachten, Ostern, Himmelfahrt und Pfingsten: Das ­Deckengemälde der Dreifaltig­keitskirche in Finsterbergen zeigt die ­wichtigsten­ Feste im Kirchenjahr. Gemalt hat diese vier Bilder der Gothaer Hofmaler Conrad Dörffling.

Wenn die Besucher die Barockkirche von 1730 ­betreten, stehen die Bilder noch Kopf. Erst beim Verlassen der Kirche, wenn sie nach dem Gottesdienst mit dem Glauben verbunden wurden, können sie die ­Bedeutung der Bilder richtig erkennen.

Das ZDF übertrug hier 1982
den ersten DDR-Gottesdienst

Dass Pfingsten über der Kanzel liegt, hat seinen Grund. Die Taube mit dem Lichtstrahl symbolisiert den Heiligen Geist, der quasi über dem Kopf des Pfarrers in seiner Predigt wirken soll. ­Pfingsten­ über der Kanzel sagt uns auch: In der Predigt begegnet uns das geistvolle Wort.

Unser Lieblingsfest unter den Bildern ist aber ­Weihnachten. Heiligabend 1982 übertrug das ZDF aus unserer Kirche zum ersten Mal einen Fernsehgottesdienst aus der DDR. Noch heute erinnern sich die Leute daran, weil dies ein historisches Zeichen des Zusammenhalts und der Verbundenheit von Ost und West war.

Die Kirche wurde aus­gewählt, weil sie nach ihrer Restauration 1973 noch in frischem Glanz erstrahlte. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die ­Bilder an der Decke und im Fries noch braun übermalt, weil sie – dem Zeitgeist entsprechend – nicht vom Gottesdienst ablenken sollten. Seit der Renovierung befinden sie sich wieder im Originalzustand. Die Gottesdienste, in denen es zur DDR-Zeit kaum einen freien Platz gab, fanden übrigens auch mit dem Gerüst in der Kirche statt.

Autor:

Michael Steinfeld aus Erfurt

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