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Die Geister unserer Stadt

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Es wird Abend und Nebel zieht heran,
ich lauf zum Auto und mach den Motor an.
Spärlich ist nun schon das Licht,
trotzdem muss ich jetzt zur Schicht.

Ich fahre los, tu dies ganz bedacht,
denn es kommt ja gleich die Nacht.
Seit Jahren nehme ich diese Strecke,
entlang am Park mit der hohen Hecke.

Hier gibt es Geister, denk ich für mich,
da kommt auch schon eins aus dem Gebüsch.
Es schwebt als graue Gestalt und ganz geschwind
nach vorn und nach hinten wie der Wind.

Nun kommt ein Schatten direkt auf mich zu,
vorbei ist meine innere Ruh.
Er weicht gerade mir noch aus,
verschwindet dann in einem Haus.

Mein Herz das rast, mir wird’s ganz bang,
da kommt der Nächste vom Fußweg lang,
er schwebt kurz vor mir nach links herüber
dann rechts bei der rote Ampel drüber.

Geister dürfen das bestimmt,
weil sie wohl unzerbrechlich sind.
Sicher spüren sie auch keinen Schmerz,
sie haben ihr Hirn auch nur zum Scherz?

Doch plötzlich, ein dumpfer Schlag,
ich nicht darüber nachdenken mag.
Auch höre ich ein klagendes Geschrei,
dann ist Ruhe, es ist vorbei.

Ich steige aus dem Auto um zu schauen,
sehe aber kein Gespenstergrauen.
Nein, es war ein Radfahrer ohne Licht,
ich sah ihn einfach nicht.

Zum Schluss:
Neulich nahm mir eine Radfahrerin am frühen Morgen die Vorfahrt. Außer einem Schreck ist nichts passiert. Was mir aber zu denken gab, war die Tatsache, dass ein Kleinkind mit auf dem Fahrrad saß. Da ich nur nachts arbeite, muss ich natürlich auch oft im Dunkel an die Arbeit. Leider komm ich dort oft mit einem schnell schlagenden Herzen an. Schuld sind meist Radfahrer. Natürlich sind die meisten vernünftig, mit Licht am Rad und heller Kleidung, aber leider gibt es auch eine Vielzahl derer, die mir sehr viel Nerven kosten.

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