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Gotha blüht auch im Winter!

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Am Mittwoch stattete ich meiner alten Wirkungsstätte Gotha einen Besuch ab und traf bei einer Kamelien-Führung durch die Orangerie unseren BürgerReporter der ersten Stunde, Uwe Zerbst. In der Kreisstadt gibt es wohl nur wenig, was seinem wachsamen Auge und Objektiv entgeht. So soll es sein und ich wünschte mir solchen Einsatz auch für meine Region.
Als ich vor etwa sechs Jahren zum letzten Mal im Lorbeerhaus war, stand ich auf einer finsteren Baustelle und konnte mir nur schwer vorstellen, dass aus dem stark sanierungsbedürftigen Bauwerk jemals wieder ein ansehnliches Gebäude werden würde.
Am Mittwoch wurde ich eines besseren belehrt. Dank des Engagements der Orangeriefreunde und vieler Spender und Sponsoren ist das Lorbeerhaus fast wieder ein Schmuckstück (die Bauarbeiten sind noch nicht abgeschlossen). Zur Führung durch die Kamelien mit Gernot Harnisch, dem Seniorenbeiratschef der Stadt Gotha, hatten sich einige Herrschaften älteren Datums eingefunden, die von der Blütenpracht sichtlich angetan waren. Von den etwa sechzig Kamelien werden Ableger gezogen, um den Bestand zu sichern. Zukäufe lehnen die Orangeriefreunde ab, weil sie sich ausschließlich historischen Pflanzen widmen wollen. Aus dem Inventarverzeichnis von 1781 geht laut Gernot Harnisch hervor, dass es in der Orangerie zu dieser Zeit 2953 Pflanzen gab. Davon 608 Zitrus- und 290 Lorbeerbäume. Weitere Recherchen im Statsarchiv ergaben, dass die Gewächshäuser 1870 etwa 640 Kamelien beherbergten. Um 1810 soll die Kamelie zum ersten Mal nach Deutschland gekommen sein. Im Sommer werden in der Orangerie wieder Veranstaltungen stattfinden, die weiteres Geld für Sanierungsarbeiten in die Kasse spülen sollen.

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