„My Favorite Things“ - Gotha gehört dazu

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Auf dem Schulfest am Schuljahresende verabschiedete die Arnoldischule herzlich elf Schülerinnen und Schüler aus Gothas Partnerstadt Gastonia (USA) und deren Betreuer, Cynthia Kmidowski und Kendra Shaffer. Hinter ihnen lag eine erlebnisreiche Zeit - das schulische Leben in der Arnoldischule, die Innenstadt Gothas, Schloss Friedenstein, das Grenzmuseum Mödlareuth, Weimar, Buchenwald, Eisenach, Erfurt, Merkers und die Oettinger Brauerei standen auf dem gemeinsamen Besuchsprogramm.
Die jungen Amerikaner bedankten sich auf dem Schulfest mit einer umgedichteten Version eines Liedes aus dem Musical „The Sound of Music“ für die große Gastfreundschaft. Statt wie im Original Regentropfen auf Rosen und Apfelstrudel gehören ab sofort die besuchten Thüringer Orte, der Oberbürgermeister im Rathaus, das Gothaer Schloss, die Arnoldischule, die Gastfamilien und der Geschmack der Oettinger Cola zu den Lieblingserinnerungen der Gastonier, die zu einem positiven Lebensgefühl beitragen.
„Wir hatten hervorragende Gastfamilien, bei denen sich unsere Schüler sehr wohl gefühlt haben. Sie strahlten so viel Liebe und Geborgenheit aus“, lobte Cynthia Kmidowski die Gastgeber.
Die Arnoldianer nutzten eifrig die Chance, ihr Englisch anzuwenden, aber auch die Gastonier fanden genug Möglichkeiten, sich im Alltag der Partnerstadt in der deutschen Sprache auszudrücken. Dank des Deutschunterrichts bei Sabine Schmid-Rankin an der Forestview High School und bei Kendra Shaffer an der Ashbrook High School war das oft einfacher als gedacht. Die Deutschen seien immer begeistert gewesen, wenn die Amerikaner Deutsch gesprochen hätten, kleine Fehler wären da gar nicht so ins Gewicht gefallen, meinte Braden Oakes. „Wenn du zu jemanden in einer Sprache sprichst, die dieser als Fremdsprache gelernt hat, dann erreichst du seinen Verstand, aber wenn Du mit ihm in seiner Muttersprache redest, dann erreichst du sein Herz“, ist Braden überzeugt.
Viele Gastonier sahen, dass die Deutschen ungefähr so verrückt nach Fußball sind wie die Amerikaner nach American Football, dass man zur Schule auch schon mal läuft, mit dem Bus oder Fahrrad fährt, dass man hier manchmal scheinbar exotische Wurstsorten isst. Gemeinsam hat die Jugend auf beiden Seiten des Atlantik die Jugendkultur - über Musik, Bücher, Filme, Serien und soziale Medien diskutierten deutsche und amerikanische Schüler mit nahezu identischem Vorwissen.
Zahlreiche Freundschaften wurden geschlossen, beim Abschied floss manche Träne. Die Arnoldianer freuen sich nun schon riesig auf den Gegenbesuch in Gastonia im Oktober 2016.
Ohne die tatkräftige Hilfe des Gothaer Oberbürgermeisters, der Stadtverwaltung, des Städtepartnerschaftsvereins Gotha - Gastonia, des Fördervereins der Arnoldischule, des Thüringer Kultusministeriums, der German Language and Culture Foundation in Charlotte und schließlich der rührigen Gastfamilien wäre die Aufrechterhaltung des transatlantischen Schüleraustausches mit Gastonia wohl kaum möglich. Herzlichen Dank.

Clemens Festag
Fotos: Nicolas Riede

Autor:

Clemens Festag aus Gotha

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