„Vergiss Deinen Namen nicht!“

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Alwin Meyer stellt sein Buch über die Kinder von Auschwitz in der Arnoldischule vor

„Immer wieder aufs Neue hab ich meine kleine Tochter in Auschwitz flehentlich gebeten: Vergiss deinen Namen nicht, vergiss deinen Namen nicht, vergiss ihn nicht...“. Kinder wurden mit ihren Familien nach Auschwitz verschleppt oder kamen dort unter unvorstellbaren Bedingungen zur Welt. Nur wenige haben überlebt.
Zeit ihres Lebens tragen sie die Spuren des Erlittenen auf dem Körper und in ihren Seelen. Auschwitz ist immer da. Am Tag, am Abend, in der Nacht: die Trennung von den Eltern und Geschwistern, die sogenannten Kinderblocks im Lager, die an ihnen vollzogenen Experimente, der ständige Hunger, die Sehnsucht nach der Familie, nach Geborgenheit. Nach der Befreiung kannten manche weder ihren Namen, ihr Alter noch ihre Herkunft. Fast alle waren Waisen. Sie trauten lange Zeit keinem Menschen mehr, waren voller Angst. Wie leben nach Auschwitz?

Geduldig hat Alwin Meyer über Jahrzehnte hinweg die Kinder von Auschwitz gesucht, einfühlsam mit ihnen gesprochen und ihr Vertrauen gewonnen. Manche erzählen zum ersten Mal vom Lagerleben, von einer Kindheit, in der der Tod immer präsent war.
Alwin Meyer ist seit 1972 in vielen Ländern auf Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. Die Geschichten von etwa 80 von ihnen hat er in seinem Buch „Vergiss Deinen Namen nicht!“ niedergeschrieben.

Die Arnoldischüler der 10.und 11. Klassen verfolgten am 17.01.2017 – nur wenige Tage vor dem Holocaust-Gedenktag - Alwin Meyers Lesung in der Aula und zeigten sich sehr berührt vom Schicksal der Kinder von Auschwitz. Geduldig und kompetent beantwortete Alwin Meyer anschließend Fragen der Arnoldianer. Sie wollten beispielsweise wissen, wie er als Autor die von Grausamkeit und Trauer geprägten Lebenserinnerungen der Befragten an Auschwitz selbst mental verarbeiten kann, wie er die Kinder von Auschwitz gefunden, in welchen Sprachen er mit ihnen kommuniziert hat und wie er seine Recherche über Jahrzehnte hinweg finanzieren konnte.
Mit großem Respekt vor seinem wichtigen humanistischen Werk verabschiedeten die Arnoldischüler den engagierten Autor. Die Schulgemeinde dankt Alwin Meyer und der Landeszentrale für Politische Bildung für diese eindrucksvolle Buchvorstellung.

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