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Von lebensnah bis lange tot: das Herzogliche Museum

Wo: Herzogliches Museum, Parkallee 15, 99867 Gotha auf Karte anzeigen
Herzog Ernst II. (rechts) ist im Kuppelsaal des ­Museums – wenn auch nur als Statur – ganz nah an seinen ­geliebten Kunst­schätzen.
Herzog Ernst II. (rechts) ist im Kuppelsaal des ­Museums – wenn auch nur als Statur – ganz nah an seinen ­geliebten Kunst­schätzen.
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Das Herzogliche Museum in Gotha zeigt Schätze aus aller Welt und aus verschiedenen Zeitaltern. Der Tipp kommt von Museumsmitarbeiterin Andrea Damm.

Was gibt‘s Musehenswertes?
Im Herzoglichen Museum machen wir eine Zeitreise, die im alten Ägypten etwa 2000 Jahre vor Christus beginnt. Die Sammlung der Gothaer Herzöge geht zurück bis zu Ernst dem ­Frommen. Herzog Ernst II. ließ das Museum zwischen 1864 und 1879 errichten – also vier Jahre mehr Bauzeit als Schloss Friedenstein. Zu sehen sind Mumien, antike Vasen, Skulpturen, Schmuck, Korkmodelle antiker römischer Bauten, Kunstschätze aus China und Japan, außerdem Keramik, Böttgersteinzeug und Porzellan, niederländische und deutsche Gemälde mit Werken von Peter Paul Rubens, Lucas Cranach dem Jüngeren und Älteren sowie Caspar David Friedrich.

Museum For You:
Ein Audioguide stellt die ­Exponate auf Deutsch und Englisch vor. Ihn gibt es zudem in „leichter Sprache“, beispielsweise für Menschen mit kognitiver Störung oder Sprachschüler.

Außer der Reihe:
Vom 30. Juli bis 5.  ­November erhält der ­Gothaer Tafelaltar eine Sonderausstellung. Bis zum 13. August ist das Puschkin-­Museum Moskau mit Meister­werken der französischen Kunst zu Gast. Ich persönlich liebe immer die Museumsnacht im Oktober.

Woran führt kein Weg vorbei?
Das Gebäude ist eine Augen­weide für sich. Der Fußboden ist ein ­originales Terrazzo-­Mosaik – das größte, zusammen­hängende nördlich der Alpen. Mit dem Wissen um die Geschichten zu den einzelnen Exponaten ist ein Rundgang durch alle Abteilungen empfehlenswert. Berühmt ist das Gemälde vom „­Gothaer Liebespaar“. Wir zeigen ­zudem die meisten ­Skulpturen des Bildhauers Jean-Antoine Houdon außerhalb des ­Louvres in Paris.

Ihr liebstes Stück?
Mein Liebling ist „­Christus und Maria“, weil es so ganz anders aussieht als die ­anderen Gemälde von Lucas Cranach dem Älteren. Auf der versteckten Rückseite hat es Löcher im Pergament. Cranach hatte es dort einst als Lehrobjekt für seine Schüler mit Schnüren übers Fenster gespannt.

Sind auch Kinder hier ­museumsreif?
Definitiv. Wir haben ein Kinderquiz und spezielle Ferienangebote. Ältere Kinder können sich im Zeichnen erproben. Ihre Werke werden ausgestellt. Es wird also nicht langweilig.

Museums-Rundgang:
Man geht selbstständig durchs Haus. Nach Voranmeldung werden auch Führungen angeboten. Für das Museum benötigt man etwa 1,5 Stunden.

Das muss gesagt werden:
Das Museum ist barrierefrei.

Zur Sache

Herzogliches Museum
Parkallee 15,
99 867 Gotha

Öffnungszeiten:
täglich (auch an Feiertagen) von 10 bis 17 Uhr,
von November bis März von 10 bis 16 Uhr

Kontakt:
service@stiftung-­friedenstein.de,
www.stiftung-­friedenstein.de,
Telefon: 0 36 21 / 82 34 - 0

Alle Museen der Serie finden Sie hier als übersichtliche Karte.

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