Interview mit einer ehrenamtlichen Helferin der "Heart Trooper" - Maria Röhrig
"Ein tolles Gefühl, Gutes zu tun"

Immer für das Kinderhospiz aktiv.
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Ein echter Storm Trooper in wohltätigem Auftrag ist Martin Kühnemann. Der Student auf Grundschullehramt und seine ehrenamtlichen Helferinnen, wie Maria Röhrig, opfern von dem etwas, was vielen Menschen heute am meisten fehlt: Freizeit. 15 bis 25 Stunden – nicht im Monat, sondern jede Woche. „Wir sind vor Ort, um Kinder zu unterhalten“. Da wird gebastelt und gebaut, so dass jedes Kind etwas mitnehmen kann. Und schnell noch ein gemeinsames Foto im Storm-Trooper-Kostüm. Das Spenden sei für die Gäste immer freiwillig. Dennoch: Im ersten Jahr kamen so 1500, dann 4000 und aktuell sogar 20.000 Euro zusammen. (mehr dazu hier)

Die Kämpfe mit Lichtschwertern seien der große Renner bei den Kids. Licht bringen die Heart Trooper somit auch ins Kinderhospiz. Benefizschwimmen, Animation zu Hochzeiten, Spendenhäuschen oder Tombola: Die im Kern acht Leute sind immer fleißig und lassen sich ständig Neues einfallen.

Wir haben Maria Röhrig  befragt, was sie dazu bewegt.

Wie sind Sie zu den Heart Troopern gekommen?
Im Jahr 2015 lernte ich Martin Kühnemann kennen und er fragte mich, ob ich Lust hätte, ihn bei seiner Idee ein soziales Projekt zu starten, unterstützen würde. Zu diesem Zeitpunkt gab es bereits die Idee und das Grundkonzept. Uns gelang es dann zusammen, mit dem Kinderhospiz Mitteldeutschland e.V. einen Partner zu finden, welchen wir unterstützen wollten. Im Mai 2016 hatten wir dann unsere erste Aktion und seitdem bin ich im Team der Heart Trooper dabei.

Wie viel Zeit verbringen Sie mit dieser ehrenamtlichen Tätigkeit? Was sind Ihre schönsten Momente bisher gewesen?
Eine Veranstaltung dauert meist im Durchschnitt fünf bis sechs Stunden. Dazu kommt noch die Zeit für den Auf- und Abbau und die Fahrzeit zu den Veranstaltungsorten. Pro Wochenende haben wir dann ein bis zwei solcher Aktionen. Die Aspekte der Vorbereitung, Planung und Organisation sind aber auch nicht zu unterschätzen, sodass dafür pro Woche auch nochmal mindestens 20 Stunden hinzukommen, die wir in unsere ehrenamtliche Arbeit investieren. Es gibt viele tolle Momente, die mir in Erinnerung geblieben sind, aber vor allem an eine Situation erinnere ich mich besonders gern zurück: Beim Basteln fragte mich ein Mädchen, was denn ein Kinderhospiz überhaupt ist. Ich erklärte es ihr und sie war wirklich berührt davon. Nachdem sie bei uns ein „Lichtschwert“ gebastelt hatte, gab sie es mir und sagte: „Kannst du das bitte mit ins Kinderhospiz nehmen und es den kranken Kindern schenken?“

Was möchten Sie mit Ihrem Einsatz bewegen? Welchen Tipp für ehrenamtliche Tätigkeiten können Sie anderen geben?
Kurz gesagt: wir möchten Momente schenken, die bleiben. Wir finden es so wichtig, die Kinderhospizarbeit zu unterstützen und wollen betroffenen Familien ein bisschen Lebensfreude zurückbringen. Außerdem möchten wir junge Menschen dazu animieren, sich sozial zu engagieren, denn es ist einfach ein tolles Gefühl, Gutes zu tun. Als Tipp können wir anderen mitgeben: es gibt immer einen Weg, egal welchen! Und wenn Plan A nicht funktioniert, dann auf jeden Fall Plan B oder Plan C. Man sollte sich immer wieder ins Gedächtnis rufen, wofür man das Ganze macht und das alles andere eigentlich fast egal ist. Ein paar Zeilen zum letzten/nächsten Einsatz In ein paar Tagen haben wir eine Veranstaltung zum Tag offenen Tür an der Rappbodetalsperre. Für diese Aktion planen wir seit Ende April mit den Veranstaltern. Wir werden an diesem Tag Kinderschminken und Lichtschwerter anbieten, um Spenden für das Kinderhospiz Mitteldeutschland zu sammeln. Diese Veranstaltung ist für uns besonders wichtig, da wir von einem kleinen Kamerateam begleitet werden, sodass sich für uns dadurch neue Möglichkeiten ergeben könnten. Die Veranstaltung wird voraussichtlich acht Stunden dauern exklusive Anfahrt sowie Auf- und Abbau. Die Planung und Organisation nahm dafür ca. 12 Stunden in Anspruch, wobei wir Absprachen treffen, Material organisieren und vorbereiten sowie verpacken mussten etc.

Autor:

Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz aus Nordhausen

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