Karneval in Panama

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Der weitere Verlauf unserer Panamareise sollte sehr turbulent werden. Wir waren genau in der Karnevalszeit in Panama gelandet und das bekamen wir zu spüren. Nach einem ausgiebigen Frühstück im Hotel Anton Valley steuerten wir das nächste Ziel Villa Romana an. Der Toyota schnurrte wie ein Bienchen und nur das Navigationsgerät machte uns Probleme. Wir hatten das Gefühl, dass es so programmiert war, um uns in die Irre zu führen. Das Phänomen auf das Ziel zu zufahren und sich gleichzeitig sich von ihm zu entfernen bereitete uns arge Kopfschmerzen. Ein Knopfdruck genügte und wir beseitigten den Spuk. Ab jetzt ging es mit Karte und gesunden Menschenverstand weiter. Und siehe da, es funktionierte und die gute Laune kehrte zurück. Gute Laune die brauchten wir auch. In den Städten und Dörfern auf unserer Route ging regelrecht die Post ab. Die Menschen feierten nach Herzenslust Karneval. Kostümiert oder leicht bekleidet kam man hier zur Sache. Der Festumzug bestand aus mehreren geschmückten Wagen. Auf zwei wettstreitenden Wagen tanzten jeweils prachtvoll gekleidete junge Frauen. Ein Freund erklärte uns das Prinzip vom Karneval in Panama. Zwei Festköniginnen tanzen um die Gunst der Leute im Umzug. Jede Königin bemüht sich durch ihre Tanzkunst und Ausstrahlung um einen Hofstaat. Wer seine Sache am besten macht gewinnt mit einer ausgelassenen wild tanzenden Anhängerschaft. Zwischen den Wagen der Königinnen fahren Wagen voll gepackt mit Musikanten. Mit zahlreichen Blasinstrumenten, Schlagzeugen und lauten Singen heizen sie die Massen so richtig an. Unterwegs bieten fahrende Händler Bier, Cola und gegrillte Speisen an. Trotz der Ausgelassenheit der Feiernden artet die Veranstaltung nicht im Chaos aus. Zahlreiche Ordnungshüter, Polizisten zum Teil auf Fahrrädern sorgen für Recht und Ordnung. Beeindruckend war für uns wieviel Respekt die Menschen vor den Polizisten hatten. Ein grimmiger Gesichtsausdruck eines Polizisten genügt und schon herrscht wieder Feierordnung. Ein großen Spaß bereitet den Einheimischen das Bespritzen mit Wasserpistolen und das Besprühen mit künstlichen Schnee. Alles geschieht bei einem ohrenbetäubenden Musiklärm. Nach den Moto,um so lauter um so besser feiern die Einheimischen bis tief in die Nacht und darüber hinaus. Es ist gut das am Aschermittwoch der Karneval vorbei war. Ich glaube mehr als zwei Tage Karneval hätten wir nicht ausgehalten. Am Ende der Feierlichkeiten türmten sich unbeschreiblich große Müllberge auf den Straßen. Unzählige geleerte Bierbüchsen, Pappteller und Plastikbecher verschandelten die Straßen. Mit genauso den Eifer mit dem man gefeiert hatte, räumen die Leute ihre Städte und Dörfer wieder auf. Nach diesen überwältigenden Karnevalserlebnissen führte uns der Weg zur Pazifikküste. Was wir dort so erlebten erfahrt ihr in einer weiteren Fortsetzung.

Autor:

Andreas Paasche aus Gotha

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