Erste Notfallsanitäter mit dreijähriger Ausbildung im Landkreis Gotha
Laura & André sind fit für den Notfall

Laura Sonnenstedt und André Rose haben die Ausbildung zum Notfallsanitäter mit Bravour gemeistert und sind nun für den  Rettungsdienst Schmolke im Landkreis Gotha im Einsatz.
  • Laura Sonnenstedt und André Rose haben die Ausbildung zum Notfallsanitäter mit Bravour gemeistert und sind nun für den Rettungsdienst Schmolke im Landkreis Gotha im Einsatz.
  • Foto: Foto: Christian Kronfeld
  • hochgeladen von Helke Floeckner

Laura Sonnenstedt und André Rose haben als erste im Landkreis Gotha die dreijährige Ausbildung zum Notfallsanitäter absolviert. Ihre Mission im neuen Job: retten und helfen.

Manchmal geht es mit dem Teufel zu – nach einem Unfall oder einer plötzlichen akuten Erkrankung kann der Notarzt nicht schnell genug da sein, weil er noch anderweitig im Einsatz ist. Dabei kommt es auf jede Minute an. Oder gar Sekunden...

Die Lösung kann in diesem Fall der Notfallsanitäter sein. Ein Beruf, der ziemlich neu in Deutschland ist. Nachdem die Bundesrepublik 2014 das Notfallsanitätergesetz erließ und damit ein neues ­Berufsbild schuf, begannen 60 ­Thüringer ein Jahr später mit ihrer dreijährigen intensiven Ausbildung.

Zwei von ihnen sind Laura Sonnenstedt und André Rose. Sie haben ihre Ausbildung beim Rettungsdienst ­Schmolke in Waltershausen absolviert und sind nun seit Ende August ausgebildete Notfallsanitäter. Damit sind die beiden 22-Jährigen die Ersten im Landkreis Gotha, die diese Ausbildung durchliefen und nun dort im Einsatz sind. „Es ist gut, dass mit dem Gesetz die Ausbildung auf sichere Füße gestellt wurde“, findet Thomas Schmolke, Inhaber des gleichnamigen Rettungsdienstes und Arbeitgeber für Laura und André.

Notfallsanitäter verfügen über mehr Kompetenzen als Rettungsassistenten und Rettungssanitäter, tragen auch mehr Verantwortung als sie. Das bedeutet, dass sie in Notsituationen – wenn kein Notarzt zur Verfügung steht – heilkundliche Maßnahmen ergreifen dürfen, um Leben zu erhalten und Leiden zu ­lindern. Beispielsweise dürfen sie auch Spritzen verabreichen, wenn eine akute Situation und die präklinische Versorgung das erfordern.

Nach den drei Jahren mit 1920 Stunden praktischem und theoretischem Unterricht an der Höheren Berufsfachschule, 720 Stunden in Thüringer Kliniken und 1960 Stunden praktischer Ausbildung beim Rettungsdienst sind Laura Sonnenstedt und André Rose perfekt vorbereitet auf ihr Berufsleben. „Die Ausbildung war wirklich schwierig und von höchstem Niveau“, weiß Christian ­Kronfeld, Rettungsdienstleiter bei Schmolke, der auch dort die Notfallsanitäterausbildung betreut und sich freut, wie toll die beiden die Ausbildung gemeistert haben. Nun beginnt ihre eigentliche Mission: Retten und helfen.

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