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Mein Glück im Alltag: Sozialpsychiatrie

Alex W.
Alex W.
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Als ich in der Mittwochsausgabe von der Rubrik „Mein Glück im Alltag“ las, musste ich an meine Klienten denken. In dieser neuen Serie des Allgemeinen Anzeigers geht es um Menschen, die mitteilen, wie sie abschalten können, sich abreagieren, entspannen oder genießen.

Ich arbeite mit Menschen, die auf Grund ihrer Erkrankung oft ins schlechte Licht gerückt werden. „Psychisch Kranke. Das sind doch die: zu faul zum Arbeiten, suizidgefährdet, potentielle Gewaltverbrecher“ Mit solchen Vorurteilen haben psychisch erkrankte bzw. seelisch behinderte Menschen oft zu kämpfen. – Doch diese Vorurteile stimmen nicht! Es sind ganz außergewöhnliche Personen, wie jeder von uns. Wie alle Menschen haben wir Stärken und Schwächen, Ängste und Träume. Und jeder für sich genommen ist etwas ganz besonderes.

Einen Unterschied mag es vielleicht geben. Sie haben eine Diagnose: „psychisch krank“, „psychisch gestört“ oder „seelisch behindert“. Ängste, Traurigkeit, Niedergeschlagenheit sind Gefühle die jeder kennt. Wer allerdings unter einer Krankheit wie Depression, Schizophrenie, Borderline etc. leidet, kommt nur schwer alleine mit solchen Gefühlen klar. Sie bestimmen dann den Alltag. Sie erschweren ihn in akuten Phasen dermaßen, dass man ihn ohne medizinische bzw. therapeutische Hilfe nicht mehr bewältigen kann.

Als ich einen meiner Klienten fragte, was für ihn Glück im Alltag bedeute bzw. ausmache, sagte Alex W.:

Für mich handelt es sich um Glück im Alltag, wenn ich Spazierengehen kann, mich mit guten Freunden oder meiner Familie treffe, geile Musik höre, Tischtennis spiele oder zärtlich mit meiner Freundin sein kann.

Also alles ganz normal und keineswegs psychopathisch, oder!?

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