Was mich bewegt

Was mich bewegt …..

der Umgang mit dem Tod. Es heißt zwar, der Tod gehört zum Leben und solange einen das alles selbst nicht betrifft, ist es okay und dieser Gedanke wird ganz weit weg in die Ecke geschoben.
Doch dann, ganz unerwartet wird man davon überrascht, eine Mutter, meine Mutter, Erika Reisser (ehemalige Bürgermeisterin in Ballstaedt), wurde im vorigen Jahr, am 3.3.2016, ganz plötzlich aus dem Leben gerissen und erlag ihrer Krankheit, welche sie für sich selbst ganz verdrängt hatte. In ihren und unseren Gedanken war an einen Abschied für immer noch lange nicht in naher Zukunft zu denken.
Was passiert jetzt, man ist überfordert, man ist in einem Kreislauf mit Dingen, die einen bis dato nicht interessierten, weil man das nicht will, weil man nicht weiß warum eigentlich. Man ist in einem Nebel der Unwirklichkeit, man organisiert, sortiert und rotiert. Es soll ein würdevoller Abschied für einen geliebten Menschen werden. Er war es.
Was passiert dann? Jeder verarbeitet den Schmerz allein für sich. Der Ehemann … 55 Jahre an ihrer Seite ist plötzlich allein. Die Kinder…. jeder auf seine eigene Art , jeder geht anders damit um, doch die Trauer und die Gedanken gehen nicht vorbei. Warum muss ein geliebter Mensch so schnell sterben? Man sieht das Leben aus neuen Blickwinkeln. Wäre ich nur öfters für sie da gewesen und hätte ihr öfters einmal gesagt wie sehr ich sie lieb habe und mehr Dankbarkeit gezeigt.
Diese neuen Blinkwinkel……, können nur helfen es in Zukunft besser zu machen und diese Erfahrungen weiter zu geben, nur dieser Schmerz, er geht einfach nicht weg.
Doch das Leben geht weiter, das Jahr rennt, ein neues Leben wurde geboren, wie sehr hätte sie sich darüber gefreut, es gibt viele neue Dinge zu organisieren, was sie bisher immer erledigte, sie fehlt an allen Ecken und Kanten, es ist so unwahr, ist es jetzt schon wieder ein Jahr ohne sie ?
Der Umgang mit dem Tod, das ist, was mich bewegt. Mich persönlich bewegt es jeden Tag aus eigenen Erfahrungen. Diese Trauer, dieser Schmerz. Sollten nicht die schönen Erinnerungen über den Tod hinweg helfen? Jede gute Erinnerung, jedes nette fremde Wort über den Verstorbenen lässt ein Lächeln zurück. Vielleicht sollte man ein Lehrfach über den Tod, die wichtigsten Dinge einer Beerdigung und wie gehe ich am besten damit um, im Schulunterricht in der 8. Klasse aufnehmen.
Der Umgang mit dem Tod….. wie kann man Menschen besser unterstützen, die den Tod ganz nah vor den Augen haben? Oder wenn man ihn selbst bereits vor den Augen hat? Ist es besser darüber zu reden, behält man es für sich, um die anderen nicht zu verängstigen? Jeder geht anders damit um.
Ein schweres Thema, der Tod. Jeden betrifft es einmal und man sollte am besten zu gesunden Lebzeiten mit allen gemeinsam darüber reden oder es aufschreiben um nicht hilflos überrascht zu werden.
Der einzige Trost, man sollte an ein schönes Leben danach glauben, in der Hoffnung, es geht dem Toden gut und wir sehen uns irgendwann wieder.
Der Umgang mit dem Tod….. ein Thema, was mich sehr stark bewegt.

Autor:

Ellen Reisser aus Gotha

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