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Ansichtssache: Migranten aus der DDR

Sahra Wagenknecht, Politikerin der SED-Nachfolgepartei "Die Linke": DDR-Migrationshintergrund?
Sahra Wagenknecht, Politikerin der SED-Nachfolgepartei "Die Linke": DDR-Migrationshintergrund?
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wer von #ddr #migrationshintergrund spricht muss ein wessi sein, der deutsche einheit nicht kapiert hat

Ich habe diesen Satz auf Twitter gelesen. Er stammt von Johannes Lichdi. Der Grünen-Politiker aus Sachsen wiederum hatte zuvor einen Artikel im „Tagesspiegel“ gelesen. Dort steht, ostdeutsche Mitglieder der Linkspartei haben „DDR-Migrationshintergrund“.

Ich wundere mich über Herrn Lichdi. Migration mag ja polemisch klingen. Aber in der Sache? Die sogenannte DDR, das habe ich nochmal nachgelesen, ist der BRD beigetreten. Freiwillig. Ich finde, das ist doch toll: Von Diktatur in Demokratie migrieren, Freiheit und Reisen statt Unterdrückung und Exekution an der Grenze.

Trotzdem haben Menschen aus dem Beitrittsgebiet erstaunliche Defensivmechanismen entwickelt. Dabei egalisiert das individuell gelebte Leben nicht das menschenverachtende System. Und umgekehrt. Es sollte vielmehr Voraussetzung für eine objektive Einschätzung sein. Die ist wichtig, um der Geschichtsklitterung der Linken entgegen­zutreten und unsere Demo­kratie zu schützen.

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